OMV: Neptun Deep startet 2027 mit 8 Mrd. Kubikmeter

OMV treibt Neptun Deep voran, tauscht Hybridanleihen und führt eine neue Dividendenformel ein. Die Aktie notiert nahe dem Jahreshoch.

Die Kernpunkte:
  • Pipeline-Verlegung für Neptun Deep gestartet
  • Hybridanleihe-Rückzahlung und Neubegebung geplant
  • Neues Dividendenmodell ab 2026 beschlossen
  • Führungswechsel: Emma Delaney wird neue CEO

Neptun Deep bekommt seine Pipeline, die Hybridanleihe wird getauscht, ein neues Dividendenmodell tritt in Kraft — und im Herbst übernimmt eine neue CEO. Selten stehen bei einem Energiekonzern so viele Weichen gleichzeitig auf Umstellung. Die OMV-Aktie notiert mit rund 30 Prozent Jahresgewinn nahe ihrem 52-Wochen-Hoch.

Pipeline-Start im Schwarzen Meer

Rund 50 Schiffe sind seit dieser Woche im Einsatz, um die Offshore-Pipeline für Neptun Deep zu verlegen. Die Leitung soll etwa 160 Kilometer lang werden und das Gas von der Förderplattform zur rumänischen Küste transportieren. Projektpartner sind OMV Petrom und der rumänische Staatskonzern Romgaz.

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Das Projekt ist mit rund vier Milliarden Euro Investitionsvolumen eine der größten Energieinfrastrukturbaustellen Europas. In der Plateauphase sollen jährlich etwa acht Milliarden Kubikmeter Erdgas fließen — genug, um Rumänien zum Nettoexporteur innerhalb der EU zu machen. Produktionsstart ist für 2027 geplant.

Der Zeitpunkt kommt nicht zufällig. Die weiter gesperrte Straße von Hormus sorgt laut Internationaler Energieagentur für Verwerfungen an den Energiemärkten. Gas aus dem Schwarzen Meer reduziert Abhängigkeiten von instabilen Lieferrouten — ein Argument, das Neptun Deep strategisch aufwertet.

Hybridanleihe und neue Dividendenformel

Parallel zur operativen Großbaustelle räumt OMV seine Kapitalstruktur auf. Die 2020 emittierten Hybridanleihen über 750 Millionen Euro werden gekündigt und zurückgezahlt. Frühestens im Juni 2026 könnte eine neue Hybridanleihe in ähnlicher Größenordnung folgen — die Erlöse sollen der Konzernliquidität zugutekommen.

Strukturell bedeutsamer ist die neue Ausschüttungsformel. Ab Geschäftsjahr 2026 schüttet OMV 50 Prozent der BGI-Dividenden plus 20 bis 30 Prozent des operativen Cashflows außerhalb von BGI aus. Für 2025 gilt noch die alte Regel; die erste Zahlung nach dem neuen Modell ist für 2027 vorgesehen.

Auf der ordentlichen Hauptversammlung in dieser Woche schlägt der Vorstand für 2025 eine Gesamtdividende von 4,40 Euro je Aktie vor — bestehend aus 3,15 Euro regulärer Dividende und 1,25 Euro Sonderdividende. Dort muss das Management auch erklären, was die neue Formel für künftige Ausschüttungshöhen konkret bedeutet.

Neue CEO ab September

Ab 1. September 2026 übernimmt Emma Delaney den Vorstandsvorsitz. Sie wird die erste Frau an der Spitze von OMV und bringt mehr als drei Jahrzehnte Erfahrung aus der Energiebranche mit, darunter Führungsrollen bei BP. Finanzvorstand Reinhard Florey bleibt bis mindestens Juni 2029 im Amt und rückt zum stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden auf.

Die Aktie notiert bei 62,55 Euro, knapp zwei Prozent unter dem frischen 52-Wochen-Hoch vom 19. Mai. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von rund 29 Prozent — bewertet wird der Konzern mit einem KGV von 8,82 und einem Kurs-Umsatz-Verhältnis von 0,83. Für 2026 kalkuliert OMV mit einem durchschnittlichen Brent-Preis von rund 65 US-Dollar je Barrel. Ob diese Annahme trägt, entscheidet maßgeblich darüber, wie viel von der neuen Dividendenformel tatsächlich beim Aktionär ankommt.

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