OMV: Reinhard Florey bleibt Finanzvorstand bis 2029
OMV stellt Führung neu auf: Aufsichtsrat wird umbesetzt, Emma Delaney wird ab September CEO. Die Aktie zeigt sich von den Personalien unbeeindruckt.

- Vier neue Mitglieder im Aufsichtsrat
- Emma Delaney wird Vorstandsvorsitzende
- Chemie-Sparte mit starkem Quartal
- Aktie notiert nahe Jahreshoch
Die OMV-Hauptversammlung vom 27. Mai hat gleich auf zwei Ebenen die Weichen gestellt: neues Personal im Aufsichtsrat, neuer CEO ab Herbst. Für Anleger ist das eine ungewöhnlich dichte Governance-Woche.
Vier neue Mandate im Aufsichtsrat
Edith Hlawati und Patrick Lammers wurden wiedergewählt, Andreas Klauser und Ahmed El-Hoshy zogen erstmals ins Kontrollgremium ein. Zwei Mandate waren planmäßig ausgelaufen, zwei weitere durch Rücktritte frei geworden. Die Änderungen galten jeweils mit Ablauf der Hauptversammlung.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Omv?
Neben den Wahlen beschloss die Versammlung den Vergütungsbericht für 2025, eine neue Vergütungspolitik für den Vorstand sowie Satzungsänderungen. KPMG Austria übernimmt die Prüfungsmandate — Abschluss, Konzernabschluss und konsolidierte Nachhaltigkeitsberichterstattung — für das Geschäftsjahr 2026.
CEO-Wechsel zum September
Parallel steht der Chefwechsel fest. Emma Delaney übernimmt das CEO-Amt ab 1. September 2026, Alfred Stern scheidet planmäßig zum 31. August aus. Finanzvorstand Reinhard Florey bleibt bis Juni 2029. Die Aufsichtsratsumbesetzungen fallen damit mitten in eine Übergangsphase — das neue Kontrollgremium begleitet den Führungswechsel von Beginn an.
Operativ lieferte OMV im ersten Quartal 2026 ein CCS-operatives Ergebnis vor Sondereffekten von gut einer Milliarde Euro. Die Umsatzerlöse aus fortgeführten Geschäftsbereichen lagen bei 5,9 Milliarden Euro. Schwächer lief das Energy-Segment wegen eines geringeren Exploration-Beitrags, das Fuels-Geschäft litt unter Lieferkettenunterbrechungen. Deutlich besser: Chemicals, getrieben durch die Borealis-Umgliederung und verbesserte Polyolefinmargen.
Kurs stabil, Jahresperformance stark
Die Aktie reagierte auf die Beschlüsse kaum. Mit einem Schlusskurs von 61,50 Euro liegt sie knapp vier Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 63,85 Euro, das erst Mitte Mai erreicht wurde. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von 27 Prozent — eine der stärkeren Performances im europäischen Energiesektor.
Die nächste Bewährungsprobe folgt am 31. Juli 2026: Dann veröffentlicht OMV die Halbjahreszahlen für Januar bis Juni. Wie sich Energy, Fuels und Chemicals im zweiten Quartal entwickelt haben, wird zeigen, ob das neue Führungsgespann auf eine solide operative Basis aufbauen kann.
Omv-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Omv-Analyse vom 30. Mai liefert die Antwort:
Die neusten Omv-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Omv-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 30. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Omv: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...




