Ondas Holdings: 2,37 Millionen Aktien verkauft
Trotz Auftragsrekorden und Expansion belasten Aktienverkäufe des CEO die Stimmung bei Ondas Holdings.

- Rekordaufträge im zweiten Quartal
- CEO verkauft Millionen Aktienpaket
- Kursverlust von elf Prozent pro Woche
- Neues Verteidigungssystem auf Messe
Ondas Holdings erlebt turbulente Tage an der Börse. Während das operative Geschäft mit Rekordaufträgen glänzt, drücken massive Aktienverkäufe des Chefs auf die Stimmung. Die Kursentwicklung spiegelt diesen harten Kontrast zwischen fundamentalem Wachstum und Misstrauen der Anleger wider.
Allein im Mai sicherte sich der Spezialist für Drohnen und autonome Systeme neue Aufträge über 30 Millionen Dollar. Damit summieren sich die Buchungen im laufenden zweiten Quartal auf über 110 Millionen Dollar.
Der Auftragsbestand kletterte pro forma auf 457 Millionen Dollar. Parallel dazu treibt das Management die Expansion voran. Ondas übernimmt das israelische Technologieunternehmen Omnisys. Die Integration von KI-gestützter Software soll die Position im Verteidigungssektor stärken.
Die Tochtergesellschaft World View meldet ebenfalls Erfolge. Ein neuer Dreimonatsvertrag mit der US Navy bringt rund 4,8 Millionen Dollar ein. Das Unternehmen hofft zudem auf Mittel aus einem US-Förderprogramm für Drohnen im Volumen von 1,1 Milliarden Dollar.
An der Börse herrscht dennoch Skepsis. Die Aktie verlor am Freitag 4,49 Prozent und schloss bei 8,09 Euro. Auf Wochensicht steht ein Minus von elf Prozent.
Belastend wirkte vor allem ein Insidergeschäft Anfang Juni. CEO Eric Brock verkaufte rund 2,37 Millionen Aktien. Das Paket hatte einen Wert von etwa 31,9 Millionen Dollar. Neue Börsenmitteilungen deuten zudem auf weitere Verkäufe durch bestehende Anteilseigner hin.
Dies schürt Sorgen vor einem Überangebot an Papieren am Markt. Die positive Kursentwicklung der letzten zwölf Monate von fast 450 Prozent gerät dadurch ins Stocken.
In Paris steht nun die nächste Bewährungsprobe an. Auf der Fachmesse Eurosatory enthüllt Ondas das neue Verteidigungssystem LADOS. Die Präsentation zeigt, wie weit die technologische Integration der neuen Zukäufe bereits fortgeschritten ist.
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