Ondas Holdings: 3,38 Millionen Aktien registriert

Die Aktie von Ondas Holdings fällt aufgrund der Registrierung von 3,38 Millionen Aktien für den Weiterverkauf, während das Unternehmen operativ starke Aufträge und Partnerschaften vermeldet.

Die Kernpunkte:
  • 3,38 Mio. Aktien für Weiterverkauf registriert
  • Aktie verliert 14,2 Prozent in einer Woche
  • Aufträge über 40 Mio. Dollar für Verteidigungssysteme
  • Partnerschaft mit Lockheed Martin vereinbart

Der Drohnen-Spezialist Ondas Holdings sorgt für Unruhe an den Märkten. Nach jüngsten Pflichtmitteilungen wurden rund 3,38 Millionen Aktien für den Weiterverkauf registriert. Sie stammen aus früheren Übernahmen – und die Altaktionäre spüren die Folgen.

Die Aktie fiel in der vergangenen Woche um 14,2 Prozent und notiert bei 6,89 Euro. Auf Monatssicht beträgt das Minus sogar 25,75 Prozent. Vom 52-Wochen-Hoch bei 13,02 Euro ist der Kurs fast 47 Prozent entfernt.

Die Ursache der Verunsicherung

Das Unternehmen stellte klar: Erlöse aus den Aktienverkäufen fließen nicht an Ondas selbst, sondern an die früheren Eigentümer der zugekauften Firmen. Konkret betrifft es die letzte Tranche der Omnisys-Akquisition: rund 3,29 Millionen Aktien, ausgegeben am 26. Juni 2026.

Daneben wurden bereits Mitte und Ende Juni weitere Omnisys-Anteile zugeteilt. Die Gesamtzahl der ausgegebenen Aktien liegt damit bei über 526 Millionen. Ein starker Anstieg, der den Gewinn pro Aktie verwässert.

Operativ läuft es besser

Die fundamentale Entwicklung spricht derweil eine andere Sprache. Im Juni sicherte sich Ondas Aufträge über 40 Millionen Dollar für autonome Verteidigungssysteme. Das Quartalsauftragsvolumen übersteigt damit die Schwelle von 150 Millionen Dollar.

Die britische Tochter Rotron Aerospace absolvierte zudem erfolgreich einen Testflug des SkyLance-Systems für das britische Verteidigungsministerium. Hinzu kommt die angekündigte Übernahme von Cyberhawk, einem Spezialisten für Drohnen-Inspektionen, für rund 125 Millionen Dollar. Der Abschluss wird für das dritte Quartal erwartet.

Partnerschaft mit Lockheed Martin

Ein weiterer strategischer Erfolg: Die Sentrycs-Tochter von Ondas integriert ihre Cyber-over-RF-Technologie in die Sanctum-Plattform von Lockheed Martin. Ziel ist eine verbesserte Abwehr gegen Drohnenangriffe durch cyberbasierte Erkennung.

Die Aktie bleibt trotz dieser Erfolge unter Druck. Der Verwässerungseffekt durch die Aktienregistrierung wiegt schwer. Hinzu kommt ein RSI von 36 – der Wert signalisiert eine leichte Überverkaufssituation, aber keinen Boden. Anleger warten nun auf das dritte Quartal. Dann schließt der Cyberhawk-Deal, und neue Auftragszahlen könnten für eine Kurserholung sorgen.

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