Ondas Holdings Aktie: Cyberhawk schließt Offshore-Inspektionsvertrag

Cyberhawk vereinbart mehrjährige Netzkontrollen in Großbritannien; Ondas übernimmt drei Technologiefirmen für insgesamt 56 Millionen US-Dollar.

Die Kernpunkte:
  • Cyberhawk erhält britischen Dreijahresauftrag
  • Verlängerung um zwei Jahre optional
  • Drei Firmen für 56 Millionen US-Dollar übernommen
  • Dronebuster-Lieferung hängt von Kundenabnahme ab

Ondas Holdings treibt den Ausbau seiner operativen Geschäftsbereiche voran und setzt dabei auf eine zweigleisige Struktur aus industriellen Inspektionsdienstleistungen und militärischer Sicherheitstechnik. Während die Tochtergesellschaft Cyberhawk im zivilen Sektor langfristige Großverträge zur Infrastrukturüberwachung bedient, erweitert das Unternehmen parallel seine Kapazitäten im Bereich der Drohnenabwehr.

Langfristiger Inspektionsvertrag in Großbritannien

Ein wesentlicher Baustein im Segment der industriellen Überwachung ist die Vereinbarung der Unternehmenstochter Cyberhawk. Die Tochtergesellschaft sicherte sich am Montag einen auf drei Jahre ausgelegten Vertrag mit SSEN Transmission und SSEN Distribution, zwei Einheiten von SSE plc. Die Vereinbarung sieht zudem eine optionale Verlängerung um weitere zwei Jahre vor.

Gegenstand der Kooperation sind umfassende Drohneninspektionen und Vermessungsarbeiten in den britischen Stromnetzen beider SSEN-Einheiten. Neben den landgestützten Netzen schließt der Auftrag ausdrücklich auch Inspektionen von Offshore-Windkraftanlagen ein. Für Cyberhawk bedeutet dieser Abschluss eine mehrjährige Bindung an einen großen europäischen Betreiber kritischer Energieinfrastruktur.

Erweiterung der Verteidigungs- und Sicherheitstechnik

Parallel zum Inspektionsgeschäft forciert Ondas den Ausbau seiner technischen Systeme für Sicherheitsanwendungen. Vor rund zwei Wochen übernahm Ondas drei Verteidigungstechnologie-Firmen: Insignito Solutions Ltd., Ottopia Technologies Ltd. und CaribouLabs Ltd. Für das Firmenpaket wurde eine Gesamtgegenleistung von $56 Millionen vereinbart, die wahlweise in bar oder durch Stammaktien von Ondas beglichen werden kann.

Mit diesen Zukäufen ergänzt das Unternehmen seine Entwicklungsarbeit im Abwehrbereich. Dazu gehört auch das System Dronebuster REACH, eine Langstreckenvariante des nicht-kinetischen Drohnenabwehrsystems. Für das erste System dieser Baureihe besteht ein Liefervertrag mit dem U.S. Office of Naval Research. Voraussetzung für die Übergabe ist der erfolgreiche Abschluss der behördlichen Kundenabnahmeprüfung.

Einordnung der Entwicklung am Kapitalmarkt

Die geschäftlichen Schritte der vergangenen Wochen zeigen den Versuch, wiederkehrende Serviceumsätze mit technologieintensiven Rüstungsaufträgen zu verbinden. Während Inspektionsdienstleistungen planbare Erträge über mehrere Jahre versprechen, hängen Rüstungsverträge vom Erreichen technischer Abnahmebedingungen ab.

An den Finanzmärkten verlief die Entwicklung des Wertpapiers dennoch verhalten. Die Aktie schloss gestern bei 6,44 Euro. Vom 52-Wochen-Hoch bei 13,02 Euro trennt die Notierung ein Abstand von 51 Prozent. Damit notiert der Titel trotz der jüngsten Abschlüsse deutlich unter seinem bisherigen Jahreshöchststand.

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