Ondas Holdings Aktie: Drohnenabwehr für 250 Millionen
Die zweite Fördertranche umfasst 250 Millionen Dollar; Ondas hat bislang keine Aufträge aus dem Programm gemeldet.

- Zweite Tranche für alle US-Bundesstaaten offen
- Fördervolumen beträgt 250 Millionen Dollar
- Ondas meldete bislang keine Programmaufträge
- Q3-Zahlen folgen am 12. November
Ondas will vom nächsten Geldregen für die amerikanische Drohnenabwehr profitieren. Die US-Katastrophenschutzbehörde FEMA öffnet ihr Förderprogramm für Counter-UAS-Systeme für Behörden im ganzen Land. Das Unternehmen hat heute dargelegt, wie sein Sicherheitsportfolio dazu passen soll.
Zweite Förderphase erweitert den Kreis
Das Programm ist die zweite Stufe einer bundesweiten Zusage über 500 Millionen Dollar. In der ersten Runde flossen 250 Millionen Dollar an Regionen, die 2026 Spiele der Fußball-WM und Veranstaltungen zum 250-jährigen US-Jubiläum ausrichten.
Die zweite Tranche in gleicher Höhe steht nun allen 50 Bundesstaaten, fünf Territorien und dem District of Columbia offen. Priorität haben die Olympischen und Paralympischen Spiele 2028 samt landesweitem Fackellauf.
Für Ondas ist das ein potenzieller Absatzmarkt. Der Konzern verweist darauf, dass Behörden nun von der Planung in die Beschaffung übergehen. Er sieht dort eine wachsende kommerzielle Chance für integrierte Systeme, Training und Wartung.
Was Ondas ins Rennen schickt
Das Angebot reicht von der Erkennung und Identifikation von Drohnen bis zur Abwehr. Die Tochter Sentrycs steuert eine Cyber-over-RF-Technologie bei, die kompatible unerlaubte Drohnen ohne klassisches Störsenden erfassen und kontrolliert übernehmen soll. Hinzu kommen die in den USA gefertigten Dronebuster-Handgeräte und Fahrzeugkits, von denen mehr als 3.000 Stück ausgeliefert wurden. Sie sind in über 50 Ländern im Einsatz. Die Software DefenseOS soll als offene Führungsarchitektur die einzelnen Komponenten verbinden.
Als Referenzen nennt Ondas Einsätze rund um die Fußball-WM 2026 und den Auftrag, Heimspiele der Jacksonville Jaguars aus der NFL zu schützen. CEO Eric Brock argumentiert, Behörden bräuchten mehr als reine Detektion: Sie müssten Bedrohungen identifizieren, angemessen reagieren und in komplexen Umgebungen sicher operieren können. Der Konzern will damit seine Verteidigungstechnik auch in zivilen Märkten platzieren.
Forum am 9. November
Konkret wird es früh. Am 9. November nimmt Ondas am zweiten Forum „Countering the Threat: Drone Security Industry & SLTT Grant Forum“ teil. Gastgeber sind die Task Force des Weißen Hauses für die Olympischen Sommerspiele 2028, DRONERESPONDERS und die Commercial Drone Alliance. Dort treffen Anbieter auf Vertreter jener Behörden, die die Fördergelder abrufen können.
Noch fehlt ein belastbarer Hinweis, wie viel der Mittel bei Ondas ankommt. Aufträge aus dem Programm hat das Unternehmen bislang nicht gemeldet. Ein erster Gradmesser sind die Q3-Zahlen am 12. November, drei Tage nach dem Forum.
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