Ondas Holdings Aktie: MODUS und IRON WAVE starten
Ondas Holdings führt zwei KI-gesteuerte Waffensysteme ein und hebt die Umsatzprognose für 2026 auf mindestens 390 Millionen Dollar an.

- Aktie fällt um 7,45 Prozent
- Zwei neue KI-Waffensysteme vorgestellt
- Auftragspipeline erreicht 4,3 Milliarden Dollar
- Umsatzprognose für 2026 angehoben
Die Aktie von Ondas Holdings verliert am Freitag 7,45 Prozent. Der Kurs fällt auf 9,57 Euro. Auslöser ist keine schlechte Nachricht – im Gegenteil. Das Unternehmen baut sein Geschäft mit autonomen Verteidigungssystemen massiv aus. Der Rücksetzer folgt auf eine Woche mit Gewinnmitnahmen und der Verarbeitung von Insider-Transaktionen.
Zwei neue Waffensysteme
Ondas bringt gleich zwei KI-gesteuerte Plattformen an den Start. MODUS ist ein mobiles System zur Abwehr von Drohnen und Schwarmangriffen. Es schützt bewegliche Einheiten im Gefecht. IRON WAVE ist eine Roboter-Kampfeinheit, die vor den eigenen Linien operiert. Beide Systeme kombinieren Sensorik, Entscheidungsfindung und autonome Manöver. Entwickelt wurden sie in schnellen Iterationszyklen direkt aus dem Kriegseinsatz.
Milliarden-Pipeline wächst
Die Produkteinführung fällt mit einem Schub an Geschäftschancen zusammen. Der aktuelle Opportunity-Pipeline liegt bei 4,3 Milliarden Dollar. Über 45 Programme sind in der Einreichung. Gut 2 Milliarden Dollar entfallen auf Europa, mehr als 1,8 Milliarden auf die USA.
Zu den größten Einzelposten zählt das LASSO-Programm mit einem Volumen von rund einer Milliarde Dollar. Der Pro-forma-Auftragsbestand hat nach der Integration von World View und Mistral die Marke von 450 Millionen Dollar geknackt. Für das Gesamtjahr 2026 hebt das Management die Prognose an: mindestens 390 Millionen Dollar Umsatz.
Hohe Volatilität belastet
Der aktuelle Kurs liegt 26,5 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 13,02 Euro. Auf Jahressicht steht ein Plus von fast 600 Prozent. Die 30-Tage-Volatilität erreicht annualisiert 139 Prozent – ein Extremwert.
In der Vorwoche sorgte ein Aktienverkauf von CEO Eric Brock für Aufsehen. Er löste rund 2,4 Millionen Aktien im Wert von knapp 32 Millionen Dollar ab. Grund waren Steuerabzüge nach der Ausübung von 4,5 Millionen Aktienoptionen. Kein strategischer Verkauf, sondern ein technischer Vorgang.
Der RSI liegt bei 51,7 Punkten – neutral. Die Aktie notiert rund 29 Prozent über der 200-Tage-Linie. Anleger wägen die aggressive Wachstumsstrategie gegen den hohen Cash-Burn und die Integrationsrisiken aus drei Zukäufen ab. Das Management setzt auf schnelle Skalierung. Ob die Rechnung aufgeht, entscheidet sich an der Integration der Übernahmen und der Finanzierung des weiteren Wachstums.
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