Ondas Holdings Aktie: Mossad-Chef wird Global President

Ondas Holdings integriert Cyberhawk, beruft David Barnea und erwartet 2026 nun 525 bis 550 Millionen US-Dollar Umsatz bei wachsendem Auftragsbestand.

Die Kernpunkte:
  • David Barnea übernimmt internationale Verteidigungsrolle
  • Cyberhawk-Übernahme Ende Juli abgeschlossen
  • Umsatzziel 2026 auf 525–550 Millionen angehoben
  • Oppenheimer erhöht Kursziel auf 18 US-Dollar

Der Technologieanbieter Ondas Holdings setzt verstärkt auf personelle Verstärkung und die Integration neuer Geschäftsbereiche, um seine globale Marktposition auszubauen.

Mit der Ernennung einer prominenten Führungspersönlichkeit und dem Abschluss einer strategischen Akquisition richtet das Unternehmen den Blick auf die langfristige Profitabilität, während der Kapitalmarkt die jüngsten Entwicklungen im operativen Geschäft und bei den Insider-Transaktionen genau verfolgt.

Neue Impulse für die Verteidigungssparte

Anfang August trat David Barnea, der ehemalige Direktor des israelischen Geheimdienstes Mossad, als Global President und Chairman bei Ondas Defense ein. In dieser Funktion soll er die weltweite Expansion und die Integration der verschiedenen Geschäftseinheiten koordinieren. Parallel dazu schloss Ondas Ende Juli die Übernahme von Cyberhawk ab.

Das Unternehmen erweitert damit sein Portfolio um KI-gestützte Drohneninspektionen und Asset-Intelligence-Lösungen für Betreiber kritischer Infrastrukturen. Diese strategischen Schritte ergänzen die bestehende Plattform, die laut Unternehmensprognosen im Bereich der autonomen Systeme bereits im vierten Quartal 2026 die Gewinnzone erreichen soll.

Rekordauftragsbestand und finanzielle Ziele

Trotz eines vor rund zehn Tagen bekannt gewordenen Nettoverlusts von 0,19 US-Dollar pro Aktie im zweiten Quartal – was die Konsensschätzungen von 0,13 US-Dollar verfehlte – verweist das Management auf ein deutliches Wachstum. In dem vor rund einem Monat vorgelegten Quartalsbericht wies das Unternehmen einen Rekordumsatz von 83,8 Millionen US-Dollar aus.

Für das Gesamtjahr 2026 wurde die Umsatzprognose auf eine Spanne von 525 bis 550 Millionen US-Dollar angehoben. Gestützt wird dieser Ausblick durch einen pro-forma Auftragsbestand von rund 757 Millionen US-Dollar sowie Barmittel in Höhe von 1,4 Milliarden US-Dollar.

Die Marktteilnehmer reagierten in den vergangenen Wochen dennoch zurückhaltend auf die Veröffentlichung neuer Verkaufspläne für eingeschränkte Aktien durch Großaktionäre und Insider. Mitte August veräußerten unter anderem Finanzchef Neil J. Laird und COO Robert Patrick Huston Teile ihrer Bestände nach der Ausübung von Aktienoptionen.

Dennoch zeigten sich Analysten zuletzt optimistisch: Die Experten von Oppenheimer hoben vor rund drei Wochen ihr Kursziel für den Wert von 16 auf 18 US-Dollar an und verwiesen dabei auf die übertroffenen Umsatzzahlen.

Aktuell notiert das Papier bei 6,27 € und liegt damit rund 23 % unter dem 200-Tage-Durchschnitt von 8,18 €. Für das laufende dritte Quartal peilt das Unternehmen nun Erlöse zwischen 140 und 155 Millionen US-Dollar an, während die Profitabilität auf Basis des bereinigten EBITDA für das vierte Quartal 2027 angestrebt wird.

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