Ondas Holdings Aktie: Q2-Umsatz springt 67 Prozent

Ondas Holdings meldet Rekordumsatz im Q2 2026, hebt die Jahresprognose an und sichert sich Großaufträge im Verteidigungssektor.

Die Kernpunkte:
  • Umsatzrekord von 83,8 Millionen Dollar
  • Prognose für 2026 deutlich angehoben
  • Mistral erhält US-Army-Auftrag
  • Übernahme von Cyberhawk abgeschlossen

Ondas Holdings hat am vergangenen Donnerstag Rekordzahlen für das zweite Quartal 2026 vorgelegt und die Markterwartungen deutlich übertroffen. Mit einem massiven Umsatzsprung und einer angehobenen Prognose für das Gesamtjahr positioniert sich das Technologieunternehmen für ein beschleunigtes Wachstum in den kommenden Monaten.

Ein Auftragsbestand von über 750 Millionen US-Dollar untermauert dabei die mittel- bis langfristigen Ziele im Bereich der Verteidigung und Infrastrukturüberwachung.

Rekordumsatz und verbesserte Ergebnislage

Der Umsatz belief sich im zweiten Quartal auf 83,8 Millionen US-Dollar. Dies entspricht einer Steigerung von 67 Prozent gegenüber dem ersten Quartal 2026. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, in dem lediglich 6,3 Millionen US-Dollar erzielt wurden, konnte das Unternehmen seine Erlöse mehr als verdreizehnfachen.

Auch beim Ergebnis je Aktie schnitt Ondas besser ab als prognostiziert: Der gemeldete Verlust von 3 Cent pro Aktie fiel geringer aus als das von Medienberichten erwartete Minus von 7 Cent.

An der Börse wird das Unternehmen derzeit mit einer Marktkapitalisierung von 4,56 Milliarden Euro bewertet. Der aktuelle Kurs notiert bei 7,94 Euro, was einem leichten Rückgang von 0,5 Prozent am heutigen Montag entspricht. Damit bewegt sich das Papier weiterhin 10 Prozent über seinem 50-Tage-Durchschnitt von 7,19 Euro.

Expansion im Verteidigungssektor und neue Großaufträge

Die positive Geschäftsentwicklung wird maßgeblich durch den Bereich der autonomen Systeme und Verteidigungslösungen getrieben. Die Tochtergesellschaft Mistral sicherte sich am vergangenen Donnerstag einen Auftrag der US-Armee im Wert von über 50 Millionen US-Dollar.

Zudem erhielt Ondas einen strategischen Zuschlag des israelischen Verteidigungsministeriums zur Entwicklung von „Digital Bat“, einer kostengünstigen taktischen Angriffsdrohne der nächsten Generation. In den USA fördert das Air Force Research Laboratory (AFRL) mit mehr als 6 Millionen US-Dollar die Weiterentwicklung des autonomen Luftliefersystems „LongRange Grasshopper“.

Strategisch stärkte das Unternehmen seine Marktposition durch den am Montag vergangener Woche abgeschlossenen Kauf von Cyberhawk. Das Unternehmen ist auf KI-gestützte Drohneninspektionen spezialisiert. Durch diese Akquisition und die Integration von DZYNE stieg der pro forma Auftragsbestand zum Ende des zweiten Quartals auf 757 Millionen US-Dollar.

Parallel dazu gab Ondas am Donnerstag die Verpflichtung von David Barnea bekannt. Der ehemalige Mossad-Direktor übernimmt die Rolle des Global President und Chairman bei Ondas Defense, um die internationale Expansion und Integration der verschiedenen Geschäftseinheiten zu leiten.

Ausblick auf Profitabilität und Analysteneinschätzungen

Angesichts der vollen Auftragsbücher hob das Management das Umsatzziel für das Gesamtjahr 2026 auf 525 bis 550 Millionen US-Dollar an. Für das laufende dritte Quartal stellt Ondas Erlöse zwischen 140 und 155 Millionen US-Dollar in Aussicht.

Die operative Profitabilität auf Basis des bereinigten EBITDA wird für das vierte Quartal 2026 angestrebt, während die Profitabilität des Gesamtunternehmens bis zum vierten Quartal 2027 erreicht werden soll. Zum Quartalsende verfügte Ondas über liquide Mittel und kurzfristige Anlagen in Höhe von 1,4 Milliarden US-Dollar.

Analysten reagierten positiv auf die operativen Fortschritte. Scott Searle von Roth Capital nahm die Beobachtung der Aktie am Montag vergangener Woche mit einer Kaufempfehlung und einem Kursziel von 13,00 US-Dollar auf.

Am Freitag bestätigten zudem Analysten der Maxim Group ihre Einstufung mit einem „Buy“-Rating. Die Experten verweisen dabei insbesondere auf die starke Dynamik bei neuen Auftragseingängen, die allein im dritten Quartal bis zum 10. August ein Volumen von 105 Millionen US-Dollar erreichten.

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