Ondas Holdings Aktie: Raketenschutz zertifiziert — und nun?

Ondas meldet neue Aufträge über mehr als 165 Millionen Dollar, während die Aktie am Freitag 4,9 Prozent nachgibt.

Die Kernpunkte:
  • Aktie verliert am Freitag 4,9 Prozent
  • EASA lässt Schutzsystem für Global 7500 zu
  • Ondas gründet Regna AI mit Palantir
  • Auftragseingang seit Sommer über 270 Millionen Dollar

Die Wertpapiere von Ondas Holdings gerieten am Freitag unter Verkaufsdruck und verzeichneten ein Minus von 4,9 Prozent. Ein konkreter unternehmens- oder branchenspezifischer Auslöser für den Kursrückgang war nicht ersichtlich. Zum Handelsschluss notierte der Titel bei 5,38 Euro. Die schwächere Tendenz setzte sich damit fort, obwohl das Unternehmen in den vorangegangenen Tagen mehrere operative Fortschritte gemeldet hatte.

Zertifizierung für Luftfahrtschutz

Zu diesen Meldungen zählte der Abschluss eines Projekts im Bereich der Luftfahrtsicherheit. Die Tochtergesellschaft BIRD Aerosystems beendete die Installation ihres Raketenschutzsystems Airborne Missile Protection System auf einem Geschäftsreiseflugzeug des Typs Bombardier Global 7500. Das System erhielt für diese Plattform am 13. Oktober die offizielle Zulassung durch die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA).

Die Zertifizierung gilt als Voraussetzung für den regulären Einsatz der Technologie auf dem zivilen Langstreckenjet. Das System dient dem Schutz von Luftfahrzeugen vor Boden-Luft-Raketen. Am Markt führte die Bestätigung der europäischen Luftfahrtbehörde jedoch zu keinen nachhaltigen Anschlusskäufen.

Kooperation im Bereich Verteidigungs-KI

Zuvor hatte das Unternehmen eine neue Technologieinitiative im Sicherheitsbereich angekündigt. Am 12. Oktober gab Ondas die Gründung von Regna AI bekannt, die in Zusammenarbeit mit Palantir Technologies ins Leben gerufen wurde.

Die neue Einheit verbleibt zunächst vollständig im Besitz von Ondas und konzentriert sich auf die Entwicklung souveräner Fähigkeiten im Bereich der künstlichen Intelligenz für Verteidigungs- und Sicherheitsanwendungen. Ondas selbst tritt dabei als Gründungskunde der Gesellschaft auf.

Auftragszuwachs trifft auf Kursdruck

Diese Vorhaben ergänzen eine Ausweitung des vertraglich fixierten Auftragsvolumens. Ondas verzeichnete für den Spätsommer neue Aufträge im Wert von mehr als 165 Millionen $. Zusammen mit zuvor ausgewiesenen Kontrakten über rund 105 Millionen $ erhöhte sich der seit dem Sommer gesicherte Auftragseingang auf über 270 Millionen $.

Zu den jüngeren Komponenten dieser Auftragsentwicklung gehört eine Vereinbarung über 56 Millionen $ für elektronische Zünd- und Sicherungsvorrichtungen. Die Geräte sind für ein europäisches Programm für Loitering-Munition bestimmt, wobei die Fertigung in Polen stattfindet.

Trotz der gemeldeten Projektmeilensteine dominiert an den Märkten vorerst die Zurückhaltung. Mit den jüngsten Kursverlusten notiert die Aktie 59 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch. Im Mittelpunkt des Marktinteresses steht nun, in welchem Maße und Zeitrahmen sich die ausgeweiteten Auftragsbestände in den kommenden Finanzberichten niederschlagen werden.

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