OPAP Aktie: 1,5 Mrd. Schwarzmarkt im Visier
Athen plant drastische Strafen für illegale Glücksspielanbieter. Die OPAP-Aktie könnte von der Marktbereinigung profitieren.

- Bis zu zehn Jahre Haft drohen
- Geldstrafen von 100.000 Euro möglich
- Schwarzmarkt-Umsatz über 1,5 Milliarden Euro
- OPAP-Aktie nähert sich technischer Überverkaufung
Griechenland geht massiv gegen den illegalen Glücksspielmarkt vor. Das Finanzministerium plant eine Gesetzesverschärfung, um den milliardenschweren Schwarzmarkt einzudämmen. Davon dürfte vor allem der lizenzierte Konzern OPAP profitieren.
Haftstrafen und sofortige Schließungen
Die Regierung in Athen setzt auf harte Abschreckung. Veranstaltern drohen künftig bis zu zehn Jahre Haft. Parallel dazu sieht der Entwurf Geldstrafen von bis zu 100.000 Euro vor. Lokale verlieren bei Verstößen sofort ihre Betriebserlaubnis. Das Ziel: Die illegalen Strukturen im Keim ersticken.
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Ein Markt unter Druck
Das Ausmaß der illegalen Wetten ist gewaltig. Der jährliche Umsatz im Schwarzmarkt liegt bei über 1,5 Milliarden Euro. Rund 800.000 Menschen in Griechenland nutzen unlizenzierte Angebote. Die nationale Glücksspielkommission führt bereits über 11.000 Webseiten auf einer schwarzen Liste.
Besonders junge Menschen zwischen 18 und 34 Jahren wetten häufig illegal. Die Behörden wollen diesen Trend nun stoppen. Strengere Auflagen für Internetcafés ergänzen das Maßnahmenpaket.
Chance für eine Bodenbildung
Die OPAP-Aktie steht nach einem schwachen Jahr unter Beobachtung. Das Papier verlor seit Jahresanfang fast 35 Prozent. Gestern notierte der Kurs bei 12,24 Euro. Mit einem RSI von 38,3 nähert sich der Wert einer technischen Überverkaufung.
Die Umverteilung vom Schwarzmarkt in den legalen Sektor stützt die Bilanz von OPAP. Gelingt die Verdrängung der illegalen Konkurrenz, fließt neues Kapital in die regulierten Kanäle. Das verbessert die Marktbedingungen für lizenzierte Betreiber nachhaltig.
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