OPAP Aktie: Das trügerische Bild?

OPAP sichert sich die Lotteriekonzession für zwölf Jahre, doch die Aktie notiert nahe ihrem Jahrestief. Rekordumsätze stehen steigenden Kosten gegenüber.

Die Kernpunkte:
  • Neue Lotteriekonzession für zwölf Jahre
  • Rekordumsatz von 2,41 Milliarden Euro
  • Operative Kosten steigen um 15 Prozent
  • Aktie nahe 52-Wochen-Tief bei 13,30 Euro

Rekordeinnahmen, neue Konzession, Fusion mit dem weltgrößten Lotterieanbieter — und trotzdem notiert die OPAP-Aktie nahe ihrem 52-Wochen-Tief. Die Lücke zwischen operativer Entwicklung und Börsenbewertung ist das eigentliche Thema dieses Jahres.

Konzession gesichert, Konditionen klar

Am 30. April 2026 läuft die bisherige Lotterie-Konzession von Hellenic Lotteries aus. Der Nachfolgevertrag steht: OPAP bleibt über seine Tochtergesellschaft für weitere zwölf Jahre exklusiver Betreiber der griechischen Staatslotterien — darunter die Nationallotterie Ethniko, Laiko, das Protochroniatiko sowie sämtliche Sofortlotterien.

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Die finanziellen Bedingungen der neuen Konzession sehen eine einmalige Vorauszahlung von 80 Millionen Euro vor. Hinzu kommt eine jährliche Abgabe von 30 Prozent des Bruttospielertrags, mit einer garantierten Mindestgebühr von 20 Millionen Euro an den griechischen Staat.

Wachstum oben, Druck unten

Der Bruttospielertrag kletterte 2025 auf einen Rekordwert von 2,41 Milliarden Euro — ein Plus von knapp fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das Online-Segment war dabei der stärkste Wachstumstreiber: Der digitale Umsatz sprang um 16,9 Prozent auf 350,6 Millionen Euro. Lotterien blieben mit über 800 Millionen Euro die wichtigste Einnahmequelle.

Auf der Kostenseite sieht es weniger entspannt aus. Die operativen Ausgaben stiegen um fast 15 Prozent, was den Nettogewinn leicht auf 483,4 Millionen Euro drückte. Das EBITDA gab ebenfalls minimal nach. Als Ursachen nennt das Management höhere Zins-, Marketing- und Personalkosten.

Allwyn-Fusion als neuer Rahmen

Im März 2026 schloss Allwyn AG die Zusammenführung mit OPAP ab und positioniert sich seither als weltgrößtes börsennotiertes Lotterie-Unternehmen. Das kombinierte Portfolio umfasst Lizenzen in Griechenland, Großbritannien, Tschechien, Österreich und Italien.

Geplant ist außerdem ein Sitzwechsel von Luxemburg in die Schweiz noch vor Ende des ersten Halbjahres 2026. Eine Zweitnotierung in London oder New York steht ebenfalls auf der Agenda — beides vorgeschlagene Schritte, keine beschlossenen.

Kurs nahe Jahrestief, Dividende als Signal

Die Aktie notiert mit rund 13,30 Euro nur knapp über ihrem 52-Wochen-Tief und hat seit Jahresbeginn fast 30 Prozent verloren. Der RSI liegt bei 38 — technisch im überverkauften Bereich, ohne dass bislang eine Gegenbewegung eingesetzt hat.

Ein konkreter Termin rückt näher: Am 4. Mai 2026 erfolgt die finale Abrechnung der Sonderdividende, zeitgleich beginnt der Handel mit den neu ausgegebenen Aktien. Ab dem Geschäftsjahr 2026 ist eine jährliche Mindestdividende von 1,00 Euro je Aktie geplant — ein Signal, das das Management trotz Kostendrucks an seiner Ausschüttungspolitik festhält.

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