Opendoor Aktie: Unerwartete Schwierigkeiten
Der Einstieg des Unternehmensinvestors SRx Health Solutions treibt die Opendoor-Aktie an, während Analysten mit einem starken Verkaufsrating und einem Kursziel weit unter dem aktuellen Niveau skeptisch bleiben.

- SRx Health Solutions baut Beteiligung an Opendoor auf
- Aktie schließt mit deutlichem Tagesgewinn von 5,9 Prozent
- Analystenkonsens sieht starkes Verkaufsrating vor
- Unternehmensinterne kauften Aktien im Wert von 1 Mio. Dollar
Ein strategischer Einstieg eines Unternehmensinvestors hat der Opendoor‑Aktie zum Wochenschluss spürbaren Rückenwind gegeben. Während das Analystenlager weiter skeptisch bleibt, setzt frisches Kapital auf eine Bewertungswende bei der digitalen Immobilienplattform. Wie groß ist der Graben zwischen Marktpreis und Analystenmeinung?
Neuer Investor, neues Momentum
Opendoor Technologies schloss den Handel am Freitag bei 6,67 US‑Dollar, ein Plus von 5,9 % zum Vortag. Den Impuls lieferte eine Meldung kurz vor US‑Handelsstart: SRx Health Solutions teilte mit, im Rahmen seiner Kapitalallokation eine Beteiligung an Opendoor aufgebaut zu haben.
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Der Gesundheitsdienstleister nutzt überschüssige Liquidität für Investments in aus seiner Sicht unterbewertete börsennotierte Titel und nannte Opendoor explizit. Begründet wurde die Entscheidung mit Plattformtechnologie, Marktpositionierung und langfristigem Wachstumspotenzial.
Kernpunkte des Handelstages:
- Tagesgewinn: +5,9 % auf 6,67 US‑Dollar
- Marktkapitalisierung: rund 6,33 Mrd. US‑Dollar
- Tagesspanne: 6,31 bis 6,92 US‑Dollar
- Nasdaq Composite: leicht im Minus (‑0,2 %)
Damit setzte sich ein wechselhafter Jahresstart fort. Die Aktie zeigte in den vergangenen zwei Wochen teils starke Ausschläge:
- Januar: +5,9 % (Einstieg SRx Health)
- Januar: +13,4 % (Spekulation um Käufe von Hypothekenanleihen durch staatliche Stellen)
- Januar: –11,7 % (Korrektur nach vorangegangener Rally)
- Januar: +9,7 % (Nachrichten zur Vorstandsvergütung)
Unternehmensinvestoren gegen Analystenkonsens
Die Beteiligung von SRx Health unterstreicht eine wachsende Diskrepanz zwischen Unternehmens- bzw. Insiderverhalten und dem Bild der Wall Street‑Analysten.
Auf der einen Seite steht zunehmendes Interesse institutioneller und unternehmensnaher Investoren. Neben dem Einstieg von SRx zeigen Insiderdaten, dass Vorstandsmitglieder und Führungskräfte in den vergangenen drei Monaten per Saldo Käufer waren. Insgesamt erwarben sie Opendoor‑Aktien im Wert von rund 1,01 Mio. US‑Dollar.
Dies deutet auf Vertrauen in die aktuelle „Opendoor 2.0“-Strategie hin. Das Unternehmen setzt verstärkt auf den Einsatz von KI, um die Bewertung von Immobilien von Tagen auf Minuten zu verkürzen und die Kostenbasis zu senken. In Q3 2025 gingen die operativen Aufwendungen im Jahresvergleich um 41 % auf 53 Mio. US‑Dollar zurück.
Dem gegenüber steht ein ausgesprochen skeptischer Analystenkonsens. Die Aktie wird im Schnitt mit „Strong Sell“ eingestuft, das durchschnittliche Kursziel liegt bei etwa 2,55 US‑Dollar. Ausgehend vom Schlusskurs am Freitag entspräche das einem theoretischen Rückschlagpotenzial von knapp 62 %.
Als Hauptargument nennen Analysten den Umsatzrückgang:
- Umsatz 2024: 5,15 Mrd. US‑Dollar (‑25,8 % gegenüber dem Vorjahr)
- Prognose 2025: rund 4,2 Mrd. US‑Dollar
Trotz deutlicher Kostensenkungen schrieb Opendoor 2024 einen Nettoverlust von 392 Mio. US‑Dollar. Gleichzeitig verfügt das Unternehmen per Ende Q3 2025 über liquide Mittel von 962 Mio. US‑Dollar, was Spielraum für die Fortsetzung des Turnarounds verschafft.
Chartbild und anstehende Impulse
Aus technischer Sicht zeigt die Aktie erste Erholungstendenzen. Seit Jahresbeginn liegt sie rund 9,9 % im Plus, bleibt aber deutlich unter früheren Niveaus: Gegenüber dem 52‑Wochen‑Hoch von 10,52 US‑Dollar aus September 2025 notiert der Kurs aktuell etwa 36,6 % tiefer.
Kurzfristig hat sich ein Unterstützungsbereich um 6,30 US‑Dollar herausgebildet. Auf der Oberseite wartet ein Widerstand im Bereich von 7,92 US‑Dollar.
Der nächste zentrale Termin ist der Quartalsbericht am 26. Februar 2026. Dann wird sich zeigen, in welchem Umfang die KI‑getriebenen Effizienzmaßnahmen bereits in bessere Einheitsergebnisse und eine stabilere Umsatzbasis münden. Bis dahin dürfte die Aktie vor allem auf Zinsfantasie und mögliche weitere strategische Investments empfindlich reagieren.
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