Oracle Aktie: 21.000 Stellen gestrichen
Oracle streicht massiv Stellen und investiert Milliarden in KI, während das Cloud-Geschäft boomt. Anleger fürchten Aktienverwässerung.

- Personalabbau um 21.000 Stellen
- Restrukturierungskosten explodieren auf 1,84 Mrd. Dollar
- Cloud-Umsatz wächst um 77 Prozent
- Kapitalerhöhung von 40 Milliarden Dollar geplant
Oracle meldet Rekordumsätze. Parallel dazu streicht der Softwarekonzern massiv Stellen. Künstliche Intelligenz übernimmt zunehmend interne Aufgaben. Anleger reagieren nervös auf die immensen Kosten dieses Umbaus.
KI ersetzt Personal
Die aktuellen Zahlen zeigen die harte Realität. Oracle hat die Zahl der Vollzeitbeschäftigten binnen eines Jahres von 162.000 auf 141.000 reduziert. KI-Technologien machen zehntausende Stellen überflüssig. Der Konzern automatisiert interne Prozesse stark. Besonders Finanzabteilungen sollen künftig fast ohne menschliche Eingriffe funktionieren.
Dieser Strategiewechsel verschlingt Unsummen. Die Restrukturierungskosten sprangen im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 1,84 Milliarden US-Dollar. Im Vorjahr lagen sie noch bei 374 Millionen Dollar. Die Folge: Ein negativer freier Cashflow von satten 23,7 Milliarden Dollar.
Angst vor Verwässerung
Für das laufende Jahr plant Oracle noch größere Investitionen. Neue Rechenzentren für KI-Infrastruktur sollen netto rund 70 Milliarden Dollar kosten. Um das zu stemmen, braucht das Unternehmen frisches Kapital.
Oracle plant die Aufnahme von 40 Milliarden Dollar über Schulden und neue Aktien. Etwa die Hälfte davon fließt über eine Kapitalerhöhung. Das weckt bei Aktionären massive Verwässerungsängste. Die Aktie rutschte zum Wochenstart um fünf Prozent ab.
Cloud-Geschäft boomt
Abseits der Kosten explodiert das Kerngeschäft. Der Jahresumsatz kletterte um 17 Prozent auf den Rekordwert von 67,4 Milliarden Dollar. Treiber war das Cloud-Segment mit einem rasanten Wachstum von 77 Prozent.
Die Strategie scheint operativ aufzugehen. Ob das Management die gigantischen Investitionskosten schnell genug refinanzieren kann, wird sich an den nächsten Margen messen lassen. Mitte September präsentiert Oracle die Zahlen für das erste Quartal.
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