Oracle Aktie: 30.000 Jobs fallen weg
Oracle baut massiv Stellen ab und investiert Milliarden in KI-Infrastruktur. Die Quartalszahlen am 10. Juni zeigen die ersten Auswirkungen des Umbruchs.

- Rund 30.000 Mitarbeiter verlassen Oracle
- Milliardenprojekt 'The Barn' für KI gestartet
- Aktie mit 27 Prozent Plus im letzten Monat
- Sicherheitslücke in WebLogic Server entdeckt
Oracle stellt gerade alles auf den Kopf — und das kurz vor dem wichtigsten Termin des Quartals. Bis Mitte Juni verlieren rund 30.000 Mitarbeiter ihren Job. Am 10. Juni folgen die Quartalszahlen.
Massenentlassung als strategisches Signal
Der Stellenabbau trifft etwa 18 Prozent der weltweiten Belegschaft. Die meisten Trennungen werden zwischen dem 1. und 15. Juni wirksam. Oracle verlagert damit Kapital aus dem klassischen Softwaregeschäft in KI-Infrastruktur und neue Rechenzentren — trotz zuletzt starker Finanzergebnisse. Das ist kein Krisenzeichen, sondern ein bewusster Umbau.
Wie stark sich das auf die operativen Margen auswirkt, werden die Q4-Zahlen zeigen. Anleger erwarten konkrete Antworten.
Milliardenwette auf KI
Am 1. Juni hat Oracle gemeinsam mit OpenAI und weiteren Partnern in Saline Township, Michigan, den Grundstein für „The Barn“ gelegt. Der Datencampus soll eine Kapazität von einem Gigawatt erreichen. Das Projekt kostet 16 Milliarden Dollar und gilt als größte Einzelinvestition in der Geschichte Michigans. Es ist Teil der Stargate-Initiative, die KI-Rechenkapazitäten quer durch die USA aufbauen will.
Einen Tag später, am 2. Juni, trat Oracle Cloud Infrastructure dem Arm-AGI-CPU-Ökosystem bei. Das stärkt die Position im Markt für effiziente, rack-skalierte Cloud-Infrastruktur — genau dort, wo agentenbasierte KI-Workloads stark wachsen.
Für das Geschäftsjahr 2026 plant Oracle rund 50 Milliarden Dollar an Investitionsausgaben. Mittelfristig könnten bis zu 100 Milliarden Dollar in Server- und Hardware-Infrastruktur fließen. Diese Dimension erklärt, warum Investoren trotz des starken Kurslaufs nervös bleiben.
Kurs mit Rückenwind, RSI mit Warnsignal
Die Aktie hat in den vergangenen 30 Tagen knapp 27 Prozent zugelegt. Seit Jahresanfang steht ein Plus von rund 20 Prozent. Der 14-Tage-RSI liegt bei 68,6 — kurz vor der technisch überkauften Zone. Die annualisierte 30-Tage-Volatilität beträgt 67,4 Prozent. Das ist für eine Large-Cap-Aktie außergewöhnlich hoch.
Operativ kommt noch ein weiteres Thema hinzu: Eine schwerwiegende Sicherheitslücke im Oracle WebLogic Server wurde Anfang Juni in den KEV-Katalog der US-Behörde CISA aufgenommen. Angreifer können den Server ohne Authentifizierung kompromittieren. US-Bundesbehörden mussten die Lücke bis zum 4. Juni schließen.
Am 10. Juni nach Börsenschluss legt Oracle seine Ergebnisse für das vierte Fiskalquartal 2026 vor. Dann zeigt sich, ob der teure Umbau bereits erste Spuren in den Margen hinterlässt — oder ob das Cloud-Wachstum die Kosten vorerst überdeckt.
Oracle-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Oracle-Analyse vom 5. Juni liefert die Antwort:
Die neusten Oracle-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Oracle-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 5. Juni erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Oracle: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...




