Oracle Aktie: 325 Prozent mehr Auftragsbestand

Oracle bringt KI-Datenbanken in AWS-Zürich und meldet Auftragsbestand von 553 Milliarden Dollar. Cloud-Infrastruktur wächst um 84 Prozent.

Die Kernpunkte:
  • KI-Datenbanken in AWS-Infrastruktur
  • Auftragsbestand von 553 Milliarden Dollar
  • Cloud-Infrastruktur wächst um 84 Prozent
  • Investitionen von 50 Milliarden Dollar geplant

Oracle zieht seine Multicloud-Strategie enger um den Kern des Geschäfts: Datenbanken für KI-Anwendungen. In der AWS-Region Europa in Zürich bietet der Konzern nun Oracle AI Database@AWS an. Für Schweizer Kunden heißt das: Oracle-Datenbanken laufen näher an den eigenen Daten, aber direkt in der Infrastruktur von Amazon.

Zürich wird Teil der Multicloud-Strategie

Das Angebot umfasst den Exadata Database Service und die Autonomous AI Database. Beide Dienste laufen auf dedizierter Infrastruktur innerhalb von AWS. Damit adressiert Oracle vor allem Unternehmen, die ihre Datenbanken nicht einfach in eine andere Cloud verschieben wollen.

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Der Schritt passt zur breiteren Strategie des Konzerns. Oracle bringt seine Datenbanktechnik direkt in die Rechenzentren großer Hyperscaler. Ähnliche Modelle gibt es bereits mit Microsoft Azure und Google Cloud. Das Ziel ist klar: weniger Reibung für Kunden, mehr Reichweite für Oracle.

Neue Deals stützen die Nachfrage

Parallel dazu meldet Oracle einen neuen Vertrag mit Ishan Technologies aus Indien. Das Kommunikations- und IT-Unternehmen nutzt Oracle Communications für eine umfassende digitale Modernisierung. Im Mittelpunkt stehen Abrechnung, Charging-Systeme und schnellere Serviceprozesse.

Auch im Sicherheitsbereich baut Oracle seine Position aus. Der Konzern liefert KI-Funktionen für klassifizierte Netzwerke des US-Verteidigungsministeriums. Dafür nutzt Oracle spezielle Cloud-Regionen für Regierungs- und Verteidigungsanforderungen.

Der kommerzielle Rückenwind ist erheblich. Oracle meldete vertraglich noch nicht erfüllte Leistungsverpflichtungen von 553 Milliarden Dollar. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem Plus von 325 Prozent.

Diese Zahl ist kein Umsatz. Sie zeigt aber, wie viel Geschäft bereits vertraglich angelegt ist. Genau daran hängt nun die wichtigste operative Aufgabe: Oracle muss diese Zusagen in belastbare Erlöse verwandeln.

Wachstum kostet viel Kapital

Im jüngsten Quartal stieg der Umsatz auf 17,2 Milliarden Dollar. Das waren 22 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Der Cloud-Bereich blieb der zentrale Treiber.

Besonders stark wächst die Infrastruktur. Der Umsatz mit Cloud-Infrastruktur legte um 84 Prozent auf 4,9 Milliarden Dollar zu. Die Multicloud-Datenbankerlöse sprangen sogar um 531 Prozent.

Oracle baut dafür massiv Kapazität auf. Der Konzern entwickelt KI-Rechenzentren im Maßstab von 1,2 Gigawatt. Sie sollen große Trainingslasten für Sprachmodelle stemmen.

Das verlangt hohe Investitionen. Für das Geschäftsjahr 2026 liegt die Investitionsplanung bei 50 Milliarden Dollar. Zur Finanzierung sammelte Oracle bereits 30 Milliarden Dollar ein, unter anderem über Anleihen und Pflichtwandelvorzüge.

Ein Teil der Last soll über Kundenvorauszahlungen und von Kunden bereitgestellte Grafikprozessoren abgefedert werden. Kurzfristig belastet der Ausbau dennoch den freien Mittelzufluss. Bis zum Geschäftsjahr 2027 peilt Oracle einen Umsatz von 90 Milliarden Dollar an.

Die Aktie schloss am Mittwoch bei 162,16 Euro. Auf Monatssicht steht ein Plus von 17,42 Prozent, der Kurs liegt aber noch knapp unter dem langfristigen Durchschnitt der vergangenen 200 Handelstage.

Im Juni 2026 folgt der nächste große Prüfpunkt mit den Zahlen zum vierten Quartal. Dann zählt vor allem, ob der riesige Auftragsbestand weiter sichtbar in Cloud-Umsatz und bessere Cashflows übergeht.

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