Oracle Aktie: 50 Milliarden für die KI-Expansion
Oracle finanziert massiven Cloud-Ausbau für KI-Kunden wie OpenAI und Nvidia mit einem Mix aus Schulden und neuen Aktien, was Analysten Chancen und Risiken bescheinigt.

- Massive Kapitalerhöhung für Cloud-Expansion
- Finanzierung durch Anleihen und Aktienemission
- Bedarf durch Top-KI-Unternehmen gedeckt
- Freier Cashflow erst für 2029 erwartet
Oracle geht in die Vollen. Um im wettbewerbsintensiven KI-Markt nicht den Anschluss zu verlieren, kündigte der Software-Riese eine massive Kapitalmaßnahme an, die das Unternehmen für das Jahr 2026 plant. Bis zu 50 Milliarden Dollar sollen in die Kassen fließen – eine Summe, die notwendig ist, um die Infrastruktur für Kunden wie OpenAI und Nvidia bereitzustellen, die jedoch auch Fragen zur künftigen Profitabilität aufwirft.
Der unersättliche Hunger nach Rechenleistung
Der Grund für den enormen Finanzbedarf ist rein operativer Natur: Oracle muss seine Cloud-Infrastruktur drastisch ausbauen, um die bereits vertraglich zugesicherte Nachfrage bedienen zu können. Auf der Kundenliste stehen die wichtigsten Akteure des aktuellen KI-Booms, darunter OpenAI, Nvidia, Meta, TikTok und xAI.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Oracle?
Diese Unternehmen benötigen massive Rechenkapazitäten für ihre KI-Modelle, und Oracle positioniert sich hier als entscheidender Infrastruktur-Partner. Der Schritt verdeutlicht, wie kapitalintensiv das Rennen um die KI-Vorherrschaft geworden ist – allein im Jahr 2025 erreichten Data-Center-Deals ein Rekordvolumen von 61 Milliarden Dollar.
Finanzierung durch Schulden und neue Aktien
Die geplante Summe von 45 bis 50 Milliarden Dollar soll etwa je zur Hälfte durch Fremd- und Eigenkapital gestemmt werden. Das Finanzierungspaket umfasst:
- Fremdkapital: Die Ausgabe neuer Anleihen (Investment-Grade) Anfang 2026.
- Eigenkapital: Die Emission von Wandelanleihen und ein neues „At-the-Market“-Aktienprogramm im Volumen von bis zu 20 Milliarden Dollar.
Begleitet wird dieser finanzielle Kraftakt von den Großbanken Goldman Sachs und Citigroup. Für Aktionäre bedeutet der Eigenkapitalanteil eine Verwässerung ihrer Anteile, was die nervöse Reaktion an den Märkten erklärt.
Analysten sehen Chancen und Risiken
Marktbeobachter reagieren gemischt auf die Ankündigung. Analysten von Jefferies merkten an, dass sich die Stimmung der Anleger verbessern könnte, sofern Oracle beweist, dass es die Nachfrage tatsächlich schnell bedienen kann. Allerdings warnen Experten auch vor einer langen Durststrecke: Es könnte sein, dass auch 2027 weitere Finanzierungsrunden nötig werden. Ein positiver freier Cashflow wird derzeit erst für das Jahr 2029 prognostiziert.
Die Aktie selbst befindet sich bereits seit einiger Zeit in einer Korrekturphase. Während das Papier am Montag nach anfänglichen Verlusten leicht ins Plus drehte, belastet der übergeordnete Abwärtstrend: Seit Jahresbeginn verlor der Titel rund 18 Prozent an Wert und notiert deutlich unter seinem 52-Wochen-Hoch von gut 280 Dollar.
Für Oracle beginnt nun eine entscheidende Phase der Umsetzung. Mit dem frischen Kapital muss der Konzern beweisen, dass er die Infrastruktur schnell genug skalieren kann, um die hohen Kosten zu rechtfertigen. Der nächste wichtige Termin für Investoren ist der 9. März 2026, wenn das Unternehmen voraussichtlich seine neuesten Quartalszahlen präsentiert.
Oracle-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Oracle-Analyse vom 3. Februar liefert die Antwort:
Die neusten Oracle-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Oracle-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 3. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Oracle: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...




