Oracle Aktie: 553 Milliarden Auftragsbestand
Oracles Wandel zum Rechenzentrumsbetreiber treibt Auftragsbestand auf Rekordniveau, während Anleger auf Quartalszahlen warten.

- Auftragsbestand steigt auf 553 Milliarden Dollar
- Investitionen in KI-Infrastruktur explodieren
- Analysten sehen weiteres Kurspotenzial
- Quartalszahlen am 10. Juni erwartet
Bei Oracle prallen derzeit zwei Welten aufeinander. Auf der einen Seite explodiert die Nachfrage nach KI-Infrastruktur. Auf der anderen Seite verschlingt der Ausbau gigantische Summen. Anleger nehmen nach der jüngsten Kursrallye erst einmal Gewinne mit.
Aktuell notiert das Papier bei 196,20 Euro. Das entspricht einem leichten Tagesverlust. Dennoch steht auf Monatssicht ein sattes Plus von fast 24 Prozent auf der Kurstafel. Seit Jahresbeginn summiert sich der Gewinn auf rund 17 Prozent.
Gigantischer Auftragsbestand
Der Softwarekonzern wandelt sich zunehmend zu einem Immobilienverwalter für Rechenzentren. Oracle sichert sich Strom sowie Grafikprozessoren und vermietet diese KI-Kapazitäten an Kunden. Das Modell funktioniert. Der Auftragsbestand kletterte zuletzt um 325 Prozent auf 553 Milliarden US-Dollar.
Dieser Wandel hat einen hohen Preis. In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2026 investierte das Management 39,2 Milliarden Dollar. Im Vorjahreszeitraum waren es lediglich gut 12 Milliarden Dollar. Die Folge: Der freie Cashflow rutschte tief ins Minus.
Analysten bleiben optimistisch
Die Wall Street stört sich an den hohen Ausgaben kaum. Mizuho hob das Kursziel kürzlich auf 320 Dollar an. Die Experten verweisen auf die starke KI-Nachfrage. Auch UBS und Scotiabank schraubten ihre Ziele nach oben.
Von 42 Analysten raten aktuell 32 zum Kauf der Papiere. Für das anstehende vierte Quartal erwartet Mizuho ein Umsatzwachstum von 17 Prozent. Im kommenden Jahr soll sich diese Rate sogar verdoppeln.
Der Blick auf den 10. Juni
Am 10. Juni legt Oracle seine Quartalszahlen vor. Dann entscheidet sich die kurzfristige Richtung der Aktie. Der Optionsmarkt rechnet nach der Veröffentlichung mit einer Kursbewegung von rund 12 Prozent. Historisch betrachtet übertrifft Oracle solche Schwankungserwartungen häufig.
Das Papier hat noch Luft nach oben. Bis zum 52-Wochen-Hoch bei knapp 281 Euro fehlen aktuell rund 30 Prozent. Liefert das Management am Montag überzeugende Zahlen und einen klaren Pfad zur Profitabilität, rückt diese Marke schnell wieder in Reichweite.
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