Oracle Aktie: 70 Milliarden für Rechenzentren
Oracle startet KI-Partnerschaft für OP-Berichte und streicht 21.000 Stellen für neue Rechenzentren.

- KI-gestützte OP-Dokumentation mit Theator
- Oracle Cloud als Basis für Echtzeit-Analysen
- Stellenabbau von 21.000 Mitarbeitern
- Milliardenschwere Investitionen in Cloud-Infrastruktur
Oracle bringt künstliche Intelligenz direkt in den Operationssaal. Der Softwarekonzern kooperiert mit dem KI-Spezialisten Theator für automatisierte OP-Berichte. Parallel baut das Unternehmen radikal um. Zehntausende Stellen fallen für gigantische Rechenzentren weg.
Bisher schreiben Chirurgen ihre Berichte oft aus dem Gedächtnis. Die Fehlerquote ist hoch. Eine Studie im Journal of the American College of Surgeons zeigt eine Genauigkeit von lediglich 72,8 Prozent. Das kostet Krankenhäuser viel Geld.
Die neue Partnerschaft mit Theator soll das ändern. Das System analysiert OP-Videos in Echtzeit. Es erkennt Operationsschritte und erstellt automatisch einen strukturierten Bericht. Ärzte müssen diesen nur noch prüfen und freigeben.
OCI als digitaler Motor
Die technische Basis liefert die Oracle Cloud Infrastructure. Sie verarbeitet die hochauflösenden Videos und bewältigt die enormen Rechenlasten. Für Kliniken lohnt sich das finanziell. Die OP-Berichte fließen direkt in bestehende Abrechnungssysteme.
Präzise Dokumentation bedeutet weniger Lücken bei der Abrechnung. Jeder Eingriff wird exakt erfasst. Das sichert den Krankenhäusern wichtige Einnahmen. Oracle positioniert seine Cloud damit als Rückgrat für hochspezialisierte medizinische Anwendungen.
Radikaler Umbau für KI
Abseits der Medizin richtet sich Oracle massiv neu aus. Die Folge: ein radikaler Umbau. Der Konzern strich kürzlich 21.000 Stellen. Das entspricht knapp 13 Prozent der gesamten Belegschaft.
Oracle schichtet diese Ressourcen für ein 70 Milliarden US-Dollar schweres Rechenzentrums-Projekt um. Im kommenden Jahr plant das Management weitere Investitionen von bis zu 95 Milliarden US-Dollar. Dafür will der Konzern rund 20 Milliarden US-Dollar an frischem Kapital aufnehmen.
Analysten stützen diesen harten Kurs. Brent Thill von Jefferies belässt seine Einstufung auf Kaufen. Er verweist auf einen komplett ausverkauften Markt für Cloud-Kapazitäten in den nächsten sechs Monaten.
Insgesamt raten 43 Experten im Schnitt zum Kauf der Aktie. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 252,64 US-Dollar. Das entspricht einem Kurspotenzial von rund 61 Prozent. Die Milliardenwette auf KI-Infrastruktur und smarte Medizin läuft auf Hochtouren.
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