Oracle Aktie: Analysten ziehen die Bremse
Hohe Investitionen in KI-Infrastruktur belasten die Profitabilität von Oracle, was mehrere Banken zu Kurszielsenkungen veranlasst. Die Aktie notiert deutlich unter ihrem 200-Tage-Durchschnitt.

- Mehrere Banken reduzieren ihre Kursziele für Oracle
- Milliardenschwere KI-Investitionen drücken auf die Margen
- Aktie verliert seit Jahresbeginn deutlich an Wert
- Volle Auftragsbücher, aber hohe Vorlaufkosten
Heute Abend legt Oracle seine neuesten Quartalszahlen vor. Doch im Vorfeld machen sich Experten zunehmend Sorgen um die kurzfristige Profitabilität des Software-Riesen. Der immense Investitionsbedarf für den Ausbau der Künstlichen Intelligenz zwingt Analysten nun reihenweise dazu, ihre Kursziele nach unten anzupassen.
Hohe KI-Kosten drücken auf die Margen
Der Aufbau der nötigen Infrastruktur für das KI-Wachstum verschlingt Milliarden. Finanzinstitute wie Citi rechnen für die Geschäftsjahre 2026 und 2027 mit Kapitalausgaben von über 50 Milliarden US-Dollar. Zwar gehen Banken wie Barclays weiterhin von einem deutlichen KI-getriebenen Umsatzwachstum aus, doch die hohen Vorlaufkosten und Leasingaufwendungen für neue Rechenzentren dürften die Margen kurzfristig spürbar belasten.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Oracle?
Zusätzliche Bedenken hinsichtlich der Schuldenstände und eines möglichen negativen freien Cashflows veranlassten gestern mehrere große Häuser zum Handeln. Barclays, Deutsche Bank und Citi senkten ihre Kursziele deutlich, hielten aber an ihren positiven Kaufempfehlungen fest. RBC Capital reduzierte den Zielwert auf 160 US-Dollar und bestätigte die neutrale Einstufung.
Volle Auftragsbücher, aber trüber Chart
Diese fundamentale Skepsis spiegelt sich direkt in der jüngsten Kursentwicklung wider. Mit einem Rückgang von knapp 22 Prozent seit Jahresbeginn notiert das Papier aktuell deutlich unterhalb seines gleitenden 200-Tage-Durchschnitts. Dabei mangelt es Oracle keineswegs an Kundennachfrage. Die noch zu realisierenden Umsätze aus Verträgen stiegen im Vorquartal im Jahresvergleich um über 400 Prozent auf beeindruckende 523 Milliarden US-Dollar an. Die Zurückhaltung der Investoren beruht vielmehr auf der Unsicherheit, wie schnell sich dieser gigantische Auftragsbestand angesichts der enormen Vorleistungskosten in tatsächliche Gewinne ummünzen lässt.
Klarheit über die aktuelle Finanzlage und die Ausgabenplanung gibt es heute Abend nach US-Börsenschluss. Für das dritte Geschäftsquartal erwartet der Marktkonsens einen Gewinn von 1,70 US-Dollar je Aktie bei einem Umsatz von 16,92 Milliarden US-Dollar. Daten aus dem Optionsmarkt signalisieren, dass sich Anleger auf Turbulenzen einstellen: Nach der Veröffentlichung wird eine signifikante Kursbewegung von über 10 Prozent eingepreist.
Oracle-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Oracle-Analyse vom 10. März liefert die Antwort:
Die neusten Oracle-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Oracle-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 10. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Oracle: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...




