Oracle Aktie: Betrugsvorwürfe

Oracle wird eine Täuschung von Anlegern über die finanzielle Realität seiner KI-Investitionen vorgeworfen. Die Klage folgt auf enttäuschende Quartalszahlen und eine drastisch erhöhte Ausgabenprognose.

Die Kernpunkte:
  • Sammelklage wegen Wertpapierbetrugs eingereicht
  • Vorwürfe irreführender Aussagen zu KI-Kapazitäten
  • Kapitalausgaben-Prognose auf 50 Mrd. USD erhöht
  • Umsatzwachstum blieb hinter Erwartungen zurück

Die Oracle Corporation sieht sich mit einer Sammelklage wegen Wertpapierbetrugs konfrontiert. Die Kanzlei Kessler Topaz Meltzer & Check wirft dem Cloud- und Softwarekonzern sowie mehreren Führungskräften vor, Investoren über die tatsächliche Lage der KI-Infrastrukturverträge und die finanziellen Auswirkungen der Investitionen getäuscht zu haben.

Vorwürfe im Detail

Die Klage wurde im Namen von Anlegern eingereicht, die zwischen dem 12. Juni und dem 16. Dezember 2025 Oracle-Aktien erworben haben. Vor dem United States District Court for the District of Delaware lautet der zentrale Vorwurf: Oracle habe irreführende Aussagen über seine Rechenzentrumskapazitäten für Künstliche Intelligenz gemacht.

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Laut Klageschrift habe der Konzern Investoren fälschlicherweise versichert, dass die massiven Investitionen in die KI-Infrastruktur schnell zu beschleunigtem Umsatzwachstum führen würden. Tatsächlich habe Oracle jedoch das wahre Ausmaß der notwendigen Kapitalausgaben und den Zeitrahmen für deren Umwandlung in Erlöse verschwiegen.

Die Zahlen sprechen eine andere Sprache

Gegen Ende des betroffenen Zeitraums kam es zu aufschlussreichen Offenlegungen. Oracle erhöhte seine Prognose für Kapitalausgaben im Geschäftsjahr 2026 auf 50 Milliarden Dollar – ein erheblicher Sprung gegenüber früheren Projektionen.

Im Dezember 2025 veröffentlichte das Unternehmen seine Quartalszahlen für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2026. Das Umsatzwachstum blieb hinter den Analystenschätzungen zurück, während der freie Cashflow mit mehr als 10 Milliarden Dollar im negativen Bereich lag. Diese Zahlen stehen laut Klage im direkten Widerspruch zu den zuvor optimistischeren Zusicherungen an den Markt.

Anleger haben bis zum 6. April 2026 Zeit, beim Gericht die Zulassung als Hauptkläger zu beantragen. Die Oracle-Aktie notierte am Freitag bei 125,54 Euro und hat seit Jahresbeginn fast ein Viertel ihres Wertes verloren.

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