Oracle Aktie: Entscheidende Woche
Oracle veröffentlicht am 10. März Quartalsergebnisse mit Fokus auf Cloud-Wachstum und Umsetzung des gigantischen Auftragsbestands von 523 Milliarden Dollar.

- Hohe Wachstumsziele für Cloud-Umsatz und Gewinn
- Erweiterte KI-Partnerschaft mit Red Bull Racing
- Rekord-Auftragsbestand von 523 Milliarden Dollar
- Finanzierung durch 25-Milliarden-Dollar-Anleihe
Oracle steht vor einem richtungsweisenden Termin: Am 10. März nach Börsenschluss legt der Softwarekonzern seine Quartalszahlen vor. Die Erwartungen sind hoch, der Druck auch – denn die Aktie notiert mehr als 54 Prozent unter ihrem Höchststand von Mitte September 2025. Gleichzeitig zeigt eine erweiterte Partnerschaft mit Red Bull Racing, wie Oracle seine KI- und Cloud-Infrastruktur in der Praxis unter Beweis stellen will.
Die Zahlen stehen im Fokus
Oracle hat den Termin am 3. März bestätigt: Die Ergebnisse für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2026 werden am Dienstag, den 10. März, nach Handelsschluss veröffentlicht. Um 22 Uhr deutscher Zeit folgt die Telefonkonferenz mit dem Management.
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Die Vorgaben sind ehrgeizig. Das Unternehmen stellte für Q3 ein Cloud-Umsatzwachstum von 37 bis 41 Prozent in konstanter Währung in Aussicht, der Gesamtumsatz soll um 16 bis 18 Prozent steigen. Beim bereinigten Gewinn je Aktie rechnet Oracle mit einem Plus von 12 bis 14 Prozent.
Im Vorquartal hatte Oracle gemischte Signale gesendet. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 14,2 Prozent auf 16,1 Milliarden Dollar, verfehlte aber knapp die Analystenschätzungen. Der bereinigte Gewinn je Aktie legte dagegen deutlich um 53,7 Prozent auf 2,26 Dollar zu und übertraf die Erwartungen.
Besonders im Blick steht die Kennzahl Remaining Performance Obligations (RPO) – vereinfacht gesagt: der Auftragsbestand. Im zweiten Quartal kletterte dieser Wert um etwa 15 Prozent auf 523 Milliarden Dollar, getrieben durch langfristige Cloud-Verträge mit Großkunden wie Meta und Nvidia. Die entscheidende Frage lautet nun: Kann Oracle diesen gigantischen Auftragsbestand in tatsächliche Umsätze umwandeln?
Red Bull Racing als Schaufenster für KI
Kurz vor der Zahlenvorlage verkündete Oracle eine mehrjährige Verlängerung der Titelpartnerschaft mit Oracle Red Bull Racing. Die Zusammenarbeit geht deutlich über klassisches Sponsoring hinaus.
Die Oracle Cloud Infrastructure und Oracle AI werden künftig die Entwicklung der neuen Hybrid-Antriebseinheit von Red Bull Ford Powertrains unterstützen, die 2026 debütieren soll. Zudem kommt noch in dieser Saison ein KI-gestützter Strategie-Assistent zum Einsatz, der in Echtzeit Renndaten analysiert und den Ingenieuren Handlungsempfehlungen gibt.
Für Oracle ist die Formel 1 eine öffentlichkeitswirksame Bühne. Die Partnerschaft zeigt, wie das Unternehmen seine Cloud- und KI-Plattform in datenintensiven Hochleistungsumgebungen positionieren will – als Alternative zu Amazon Web Services, Microsoft Azure und Google Cloud.
Aggressive Finanzierungsstrategie
Um die KI-Infrastruktur-Ambitionen zu finanzieren, hat Oracle im Februar 2026 eine Rekordanleihe über 25 Milliarden Dollar platziert. Parallel dazu ermöglicht eine Vereinbarung den Verkauf von Aktien im Wert von bis zu 20 Milliarden Dollar.
Die langfristigen Ziele bleiben ambitioniert: Im Geschäftsjahr 2025 erwirtschaftete Oracle einen Umsatz von 57 Milliarden Dollar. Bis 2030 peilt das Unternehmen 225 Milliarden Dollar an – das entspricht einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von 31 Prozent.
Was am 10. März zählt
Die Quartalszahlen werden zeigen, ob Oracles Cloud-Geschäft tatsächlich mit der vom Management prognostizierten Dynamik wächst. Der Auftragsbestand von 523 Milliarden Dollar ist beeindruckend, doch der Markt wartet auf den Beweis, dass diese Zusagen auch in verlässliche Umsatzströme münden. Zudem bleibt die starke Abhängigkeit von OpenAI ein Risikofaktor, während die Verschuldung weiter steigt.
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