Oracle Aktie: Erfolgskurs beibehalten

Oracle übertrifft im dritten Quartal alle Erwartungen und meldet ein starkes Cloud-Wachstum von 84 Prozent. Die Schuldenlast bleibt jedoch mit über 108 Milliarden Dollar eine Herausforderung.

Die Kernpunkte:
  • Cloud-Umsatz steigt um 84 Prozent
  • Auftragsbestand explodiert auf 553 Milliarden Dollar
  • Gesamtverschuldung erreicht 108,1 Milliarden Dollar
  • Umsatzprognose für 2027 deutlich angehoben

Oracle hat im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 die Erwartungen der Analysten in allen wesentlichen Bereichen übertroffen. Der Kurs schoss nach Veröffentlichung der Zahlen um bis zu 15 Prozent nach oben — ein Sprung, der zeigt, wie groß die Erleichterung an der Wall Street war.

Rekordzahlen im Cloud-Geschäft

Der Gesamtumsatz stieg um 22 Prozent auf 17,2 Milliarden Dollar. Besonders das Cloud-Infrastrukturgeschäft stach heraus: Es wuchs um 84 Prozent auf 4,9 Milliarden Dollar — deutlich mehr als die von Analysten erwarteten 79 Prozent. Zum Vergleich: Im Vorquartal hatte das Wachstum noch bei 68 Prozent gelegen.

Noch eindrucksvoller ist der Auftragsbestand. Die sogenannten Remaining Performance Obligations — also noch nicht erfüllte Vertragsvolumina — sprangen um 325 Prozent auf 553 Milliarden Dollar. Oracle führt das vor allem auf großvolumige KI-Verträge zurück, unter anderem mit OpenAI, Air France-KLM, Lockheed Martin und SoftBank.

Laut Unternehmensangaben war es das erste Quartal seit mehr als 15 Jahren, in dem sowohl der organische Gesamtumsatz als auch der bereinigte Gewinn je Aktie um mehr als 20 Prozent zulegten.

Prognose angehoben — Schulden gestiegen

Das Management hob die Umsatzprognose für das Geschäftsjahr 2027 um eine Milliarde auf 90 Milliarden Dollar an — ein Wert, der die Konsensschätzung von 86,6 Milliarden Dollar deutlich übertrifft. Für das laufende vierte Quartal erwartet Oracle ein Cloud-Umsatzwachstum zwischen 44 und 48 Prozent.

Zur Finanzierung des weiteren Wachstums plant Oracle, bis zu 50 Milliarden Dollar über Fremd- und Eigenkapital aufzunehmen. Innerhalb weniger Tage nach der Ankündigung wurden bereits 30 Milliarden Dollar eingesammelt — das Orderbuch war deutlich überzeichnet.

Die Kehrseite: Oracle trägt eine erhebliche Schuldenlast. In der ersten Hälfte des laufenden Geschäftsjahres stieg die Gesamtverschuldung auf 108,1 Milliarden Dollar, nachdem im September 2025 Anleihen im Volumen von 18 Milliarden Dollar begeben worden waren. Moody’s bewertet Oracle mit Baa2 — nur zwei Stufen über dem Ramschbereich und schlechter als Amazon, Alphabet, Meta oder Microsoft. Hinzu kommen 13,18 Milliarden Dollar negativer freier Cashflow der vergangenen zwölf Monate.

Zwischen Wachstum und Hebelwirkung

Oracle setzt strategisch darauf, seine Datenbank auch in den Clouds von Wettbewerbern wie AWS, Google und Microsoft anzubieten und Daten für KI-Modelle nutzbar zu machen. Das Unternehmen sieht sich damit als Infrastrukturschicht für die gesamte KI-Branche — unabhängig davon, welche Cloud-Plattform der Kunde bevorzugt.

Trotz des Kursanstiegs nach den Zahlen liegt die Aktie seit Jahresbeginn noch deutlich im Minus. Der nächste Quartalsbericht ist für den 16. Juni 2026 geplant — dann wird sich zeigen, ob Oracle den Rückenwind aus dem Auftragsbestand in entsprechende Cashflows ummünzen kann.

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