Oracle Aktie: Finanzierungs-Streit!

Stephens hob das Kursziel an, Goldman Sachs stufte Oracle herab; das Unternehmen begrenzt zusätzliche Kapitalmarktfinanzierung bis 2030.

Die Kernpunkte:
  • Oracle-Aktie gab gestern 7,1 Prozent nach
  • Stephens hob Kursziel auf 213 Dollar
  • Goldman Sachs senkte Oracle auf Sell
  • Zusätzliche Finanzierung bis 2030 auf 20 Milliarden Dollar begrenzt

Oracle verlor gestern im Sog des breiten Ausverkaufs bei Technologie- und KI-Werten 7,1%. Reuters zufolge belastete die Sorge, dass die Demokraten nach ihren Erfolgen bei den Zwischenwahlen den Ausbau von Rechenzentren bremsen könnten. Medienberichten zufolge fürchteten Anleger zudem eine Verlangsamung des KI-Booms und hinterfragten Tempo und Umfang der Infrastrukturinvestitionen.

Analysten bewerten die Finanzierung unterschiedlich

Stephens stufte Oracle am Montag von „Equal Weight“ auf „Overweight“ hoch und erhöhte das Kursziel von 185 auf 213 $. Das Analysehaus begründete diesen Schritt mit einem geringer erwarteten Finanzierungsbedarf für die Cloud-Infrastruktur und höheren Schätzungen für den freien Cashflow.

Goldman Sachs senkte die Einstufung dagegen am Montag von „Neutral“ auf „Sell“. Damit stehen den optimistischeren Annahmen von Stephens zur Finanzierung und Mittelgenerierung unterschiedliche Anlageurteile der beiden Häuser gegenüber.

Oracle setzt auf steigenden Mittelzufluss

Beim Investorentag am 28. Oktober stellte Oracle für das Geschäftsjahr 2030 einen Gesamtumsatz von mindestens 225 Milliarden $ in Aussicht. Das Unternehmen prognostizierte außerdem einen positiven freien Cashflow in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres 2028. Für das Geschäftsjahr 2029 erwartet Oracle einen freien Cashflow von mindestens 30 Milliarden $.

Für das Geschäftsjahr 2027 bestätigte Oracle seine Umsatzprognose von mindestens 90 Milliarden $. Zugleich bekräftigte das Unternehmen die Erwartung eines um bestimmte Positionen bereinigten Gewinns je Aktie von 8,10 $ für dieses Geschäftsjahr.

Oracle verpflichtete sich beim Investorentag außerdem, die zusätzliche Kapitalmarktfinanzierung bis zum Geschäftsjahr 2030 auf 20 Milliarden $ zu begrenzen. Diese Zusage kommt zu der bereits im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2027 abgeschlossenen Eigenkapitalaufnahme von 20 Milliarden $ hinzu.

Anzeige

Stand heute, 6. November: Oracle – Kaufen, halten oder verkaufen?

Wer in Oracle investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 6. November gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.

Oracle: Gratis-Analyse (PDF) öffnen …

Diskussion zu Oracle