Oracle Aktie: Gigawatt-Deal besiegelt!

Oracle sichert sich 2,8 Gigawatt Brennstoffzellen-Kapazität für Rechenzentren und erweitert AWS-Partnerschaft. Das Cloud-Wachstum von 84% steht einer hohen Schuldenlast gegenüber.

Die Kernpunkte:
  • Massiver Ausbau der KI-Infrastruktur mit 50 Mrd. USD Budget
  • Energie-Deal mit Bloom Energy sichert 2,8 Gigawatt Kapazität
  • Cloud-Umsatz wächst im Quartal um 84 Prozent
  • Aktie zeigt extreme Volatilität und ist technisch überverkauft

50 Milliarden US-Dollar — dieses Investitionsbudget ruft an der Wall Street unweigerlich Reaktionen hervor. Oracle baut seine KI-Infrastruktur massiv aus und treibt die Errichtung neuer Rechenzentren aggressiv voran. An der Börse spiegelt sich dieser Umbruch in extremer Volatilität wider. Allein in den vergangenen sieben Tagen schoss der Kurs um gut 24 Prozent nach oben, schloss am Freitag aber leicht im Minus bei 147,50 Euro. Auf Jahressicht notiert das Papier damit weiterhin im zweistelligen Minusbereich.

Energiehunger als Nadelöhr

Der Ausbau von Hyperscale-Rechenzentren scheitert oft an der Stromversorgung. Oracle steuert hier nun massiv gegen. Ein Mitte April verkündeter Vertrag mit Bloom Energy sichert dem Softwarekonzern bis zu 2,8 Gigawatt an Brennstoffzellen-Kapazität. Die ersten 1,2 Gigawatt werden bereits an US-Standorten installiert. Diese dezentralen Energielösungen sollen die enormen Stromanforderungen der neuen KI-Zentren decken und Netzengpässe umgehen.

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Parallel dazu öffnet sich das Unternehmen weiter für Wettbewerber. Eine erweiterte Partnerschaft mit Amazon Web Services (AWS) ermöglicht künftig eine direkte, hochperformante Verbindung zwischen der Oracle Cloud und AWS. Das reduziert komplexe Datenreplikationen und verschafft Oracle einen besseren Zugang zu stark auf Amazon fokussierten Großkunden. Flankiert wird diese Infrastruktur-Strategie durch branchenspezifische Software. Neue KI-Funktionen in der Utilities Industry Suite sollen Betreibern von Strom-, Gas- und Wassernetzen bei der Anlagenverwaltung und Netzsteuerung helfen.

Hohe Schulden, explosives Wachstum

Die aggressive Expansionsstrategie hat ihren Preis. Marktbeobachter verweisen auf die steigende Schuldenlast des Konzerns. Dem steht ein rasantes Wachstum im Cloud-Geschäft gegenüber, dessen Umsatz im dritten Geschäftsquartal im Jahresvergleich um 84 Prozent nach oben schnellte. Technisch zeigt die Aktie derweil ein extremes Bild. Trotz der jüngsten Wochenrally signalisiert der RSI-Wert von 27 auf 14-Tage-Sicht einen stark überverkauften Zustand. Der Abstand zur 200-Tage-Linie beträgt aktuell rund 20 Prozent nach unten.

Kurzfristig richtet sich der Blick der Aktionäre auf den 24. April. Dann schüttet Oracle eine Quartalsdividende von 0,50 US-Dollar je Aktie aus. Fundamental rückt das vierte Geschäftsquartal in den Fokus. Das Management peilt hier ein währungsbereinigtes Cloud-Wachstum von bis zu 50 Prozent an. Ob die Kapazitäten dafür ausreichen, hängt auch von Großprojekten wie dem geplanten Milliarden-Rechenzentrum in Michigan ab, das unter anderem für Kunden wie OpenAI konzipiert wird.

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