Oracle Aktie: Glanz und Schatten
Oracle übertrifft die Erwartungen mit starkem Cloud-Wachstum und einem explodierenden KI-Backlog, sieht sich aber mit hohen Investitionskosten und Kapitalmarkt-Skepsis konfrontiert.

- Umsatz und Cloud-Geschäft legen deutlich zu
- KI-Backlog vervierfacht sich auf 553 Milliarden Dollar
- Hoher Investitionsbedarf für KI-Infrastruktur
- Analysten sehen hohes Aufwärtspotenzial für Aktie
Oracle hat im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 starke Zahlen geliefert — und trotzdem steht die Aktie erheblich unter Druck. Der Grund liegt nicht in der operativen Entwicklung, sondern in der Frage, was das rasante Wachstum den Konzern langfristig kostet.
Starkes Quartal, ambitionierte Ziele
Der Umsatz kletterte im Jahresvergleich um 21,7 Prozent auf 17,19 Milliarden Dollar. Das Cloud-Geschäft legte dabei um 44 Prozent zu und war der entscheidende Wachstumstreiber. Beim bereinigten Gewinn je Aktie übertraf Oracle mit 1,79 Dollar die Konsensschätzung von 1,71 Dollar.
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Besonders ins Auge sticht der sogenannte AI Backlog — also noch nicht realisierte Vertragsvolumina aus KI-Projekten. Dieser Wert erreichte rund 553 Milliarden Dollar, ein Plus von 325 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das Management hob daraufhin die Umsatzprognose für das Geschäftsjahr 2027 auf 90 Milliarden Dollar an. Für das laufende vierte Quartal erwartet Oracle einen bereinigten Gewinn je Aktie zwischen 1,96 und 2,00 Dollar.
Kapitalkosten als Belastungsfaktor
Hinter den glänzenden Wachstumszahlen verbirgt sich ein erheblicher Finanzierungsbedarf. Oracle hält an seinem Investitionsplan von 50 Milliarden Dollar für das laufende Geschäftsjahr fest — Mittel, die in den Ausbau der KI-Infrastruktur fließen sollen. Bereits im Februar kündigte der Konzern an, bis zu 50 Milliarden Dollar über Fremd- und Eigenkapital aufzunehmen, davon 30 Milliarden über Anleihen und wandelbare Vorzugsaktien.
Reicht das aus, um weiteres Verwässerungsrisiko zu begrenzen? Oracle betont, dass viele Großverträge mit Vorauszahlungen der Kunden oder von Kunden bereitgestellten GPUs strukturiert sind — was den Eigenkapitalbedarf reduzieren soll. Weitere Anleiheemissionen im Kalenderjahr 2026 schließt das Unternehmen aus. Dennoch bleibt die Skepsis unter Investoren spürbar: Insider verkauften in den vergangenen 90 Tagen Aktien im Wert von rund 11,76 Millionen Dollar, während das institutionelle Bild gemischt bleibt.
Analysten sehen deutliches Aufholpotenzial
Trotz der Bedenken rund um die Kapitalstruktur zeigt sich die Analystengemeinde überwiegend optimistisch. Von 40 Analysten empfehlen 27 die Aktie zum Kauf, drei sogar als starken Kauf. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 265,77 Dollar — was gegenüber dem aktuellen Kursniveau ein Aufwärtspotenzial von rund 78 Prozent impliziert.
Hinzu kommt eine Quartalsdividende von 0,50 Dollar je Aktie; der Ex-Dividenden-Tag ist der 9. April 2026, die Auszahlung folgt am 24. April. Die GAAP-Betriebsmarge lag im abgelaufenen Quartal bei 32 Prozent — ein solider Wert, der zeigt, dass das Kerngeschäft trotz hoher Investitionen profitabel bleibt. Die eigentliche Frage ist, ob die Wachstumsdynamik stark genug ist, um die Finanzierungslasten zu absorbieren — und die Antwort darauf dürfte sich spätestens mit den Zahlen zum vierten Quartal konkretisieren.
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