Oracle Aktie: Historischer Quartalsbericht
Oracle übertrifft Erwartungen mit starkem Umsatz- und Gewinnwachstum und hebt Jahresprognose an. Der Cloud-Bereich wächst um 84 Prozent.

- Umsatz und Gewinn je Aktie steigen über 20 Prozent
- Cloud-Infrastruktur wächst um 84 Prozent auf 4,9 Mrd. Dollar
- Auftragsbestand erreicht 553 Milliarden Dollar
- Jahresprognose wird deutlich nach oben korrigiert
Oracle hat am 10. März 2026 Zahlen vorgelegt, die selbst hartgesottene Wall-Street-Analysten überraschten. Erstmals seit mehr als 15 Jahren wuchsen Gesamtumsatz und bereinigter Gewinn je Aktie gleichzeitig um mehr als 20 Prozent. Die Aktie reagierte mit einem Kurssprung von rund 9 Prozent — eine deutliche Erholung nach einem schwierigen Jahresstart.
Cloud-Infrastruktur als Wachstumsmotor
Der Gesamtumsatz stieg im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 um 22 Prozent auf 17,2 Milliarden Dollar. Den stärksten Impuls lieferte das Cloud-Infrastrukturgeschäft: Die Sparte wuchs um 84 Prozent auf 4,9 Milliarden Dollar — und übertraf damit die Analystenerwartung von 79 Prozent deutlich. Besonders auffällig: Der Umsatz mit Multicloud-Datenbanken legte um 531 Prozent zu.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Oracle?
Beim bereinigten Gewinn je Aktie erzielte Oracle 1,79 Dollar gegenüber einem Konsens von 1,70 Dollar. Das Nettoergebnis kletterte auf 3,72 Milliarden Dollar, nach 2,94 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum.
Das vielleicht bemerkenswerteste Detail des Quartals war jedoch der Auftragsbestand. Oracle schloss das Quartal mit vertraglich gesicherten künftigen Erlösen von 553 Milliarden Dollar ab — ein Anstieg von 325 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Als Haupttreiber nannte das Unternehmen das Wachstum im KI-Computing.
Prognose deutlich angehoben
Das Management nutzte den Quartalsbericht für eine spürbare Anhebung der Jahresziele. Die Umsatzprognose für das Geschäftsjahr 2027 wurde um eine Milliarde auf 90 Milliarden Dollar erhöht — weit über dem Analystenkonses von 86,6 Milliarden Dollar. Für das laufende vierte Quartal erwartet Oracle ein Cloud-Umsatzwachstum von 46 bis 50 Prozent.
Um den aggressiven Infrastrukturausbau zu finanzieren, hatte Oracle im Februar angekündigt, bis zu 50 Milliarden Dollar über Fremd- und Eigenkapital aufzunehmen. Innerhalb weniger Tage wurden 30 Milliarden Dollar platziert — das Orderbuch war deutlich überzeichnet. Co-CEO Clay Magouyrk kündigte an, in den nächsten drei Jahren mehr als zehn Gigawatt Rechenleistung in Betrieb zu nehmen.
Schulden als Gegengewicht
Die Expansion hat ihren Preis. Oracles Gesamtschulden belaufen sich inzwischen auf rund 108 Milliarden Dollar — ein Niveau, das Moody’s mit Baa2 bewertet, zwei Stufen über Ramsch-Status und damit niedriger als Amazon, Alphabet, Meta oder Microsoft. Das Verhältnis zwischen den enormen Kapitalverpflichtungen und dem Tempo, mit dem die vertraglich gesicherten Erlöse tatsächlich in Cashflow umgewandelt werden, bleibt die zentrale Frage für die kommenden Quartale.
Parallel dazu strukturiert Oracle seine Produktentwicklungsteams um. Generative KI für die Code-Erstellung ermögliche es, mehr Software mit weniger Personal zu entwickeln, erklärte das Unternehmen. Kunden wie Air France-KLM, Lockheed Martin und SoftBank Corp. wurden als Referenzen für das Cloud-Geschäft genannt.
Die Quartalszahlen haben Oracles Narrativ neu justiert: Ein Auftragsbestand von 553 Milliarden Dollar und ein Infrastrukturwachstum von 84 Prozent signalisieren, dass die Nachfrage nach KI-Rechenkapazität das Angebot weiterhin übersteigt — und Oracle mittendrin steht.
Oracle-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Oracle-Analyse vom 13. März liefert die Antwort:
Die neusten Oracle-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Oracle-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 13. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Oracle: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...




