Oracle Aktie: Jetzt wird’s ernst!

Oracle steht zwischen KI-Chance durch OpenAI-Partnerschaft und massiven Schuldenrisiken. Die Quartalsvorlage am 8. Dezember wird über die weitere Kursentwicklung entscheiden.

Die Kernpunkte:
  • Deutsche Bank sieht Verdopplungspotenzial auf 375 Dollar
  • Kreditausfallversicherungen auf Drei-Jahres-Hoch
  • 56 Milliarden Dollar Schulden für Rechenzentren-Ausbau
  • Entscheidende Quartalszahlen am 8. Dezember erwartet

Der Software-Gigant Oracle steht an einem kritischen Scheideweg. Seit den Höchstständen im September hat die Aktie massiv an Boden verloren und Anleger fragen sich: Ist der KI-Boom für das Unternehmen vorbei, bevor er richtig begonnen hat? Während einige Experten in den aktuellen Kursen eine einmalige Kaufchance sehen, warnen andere vor einer tickenden Zeitbombe in der Bilanz.

Deutsche Bank sieht verborgenen Schatz

Trotz der jüngsten Talfahrt stellen sich die Analysten der Deutschen Bank demonstrativ gegen den negativen Trend. Mit einem ambitionierten Kursziel von 375 US-Dollar signalisieren sie fast eine Verdopplungschance. Ihre These: Der Markt ignoriert das gewaltige Potenzial der Partnerschaft mit OpenAI völlig.

Selbst in einem “Stress-Szenario”, bei dem man konservativ annimmt, dass Oracle Teile des OpenAI-Geschäfts verlieren könnte, seien die aktuellen Bewertungen nicht gerechtfertigt. Die Analysten argumentieren, dass die Aktie derzeit so gehandelt wird, als würde die KI-Sparte kaum Wert generieren – eine Fehleinschätzung angesichts der enormen Cashflow-Prognosen für die kommenden Jahre.

Warnsignale am Kreditmarkt

Doch es gibt eine gewichtige Gegenseite. Kredit-Experten von Morgan Stanley schlagen Alarm und verweisen auf beunruhigende Bewegungen am Anleihemarkt. Die Kosten für die Absicherung gegen einen Zahlungsausfall (Credit Default Swaps) sind auf ein Drei-Jahres-Hoch geschossen und nähern sich bedrohlich den Niveaus der Finanzkrise 2008.

Der Grund für die Panik ist Oracles aggressive Schuldenpolitik: Über 56 Milliarden US-Dollar wurden aufgenommen, um den rasanten Ausbau von Rechenzentren zu finanzieren. Die Sorge ist groß, dass diese Schuldenlast erdrückend werden könnte, sollte die technologische Entwicklung die teure Infrastruktur schneller veralten lassen als geplant.

Der 8. Dezember entscheidet

Die Nervosität der Anleger spiegelt sich deutlich im Kurs wider. Mit einem Schlusskurs von 173,56 Euro am Freitag notiert das Papier fast 40 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch.

Alle Augen richten sich nun auf den 8. Dezember. Bei der anstehenden Quartalsvorlage muss das Management dringend einen klaren Finanzierungsplan für die gigantischen KI-Ambitionen vorlegen. Gelingt es, die Sorgen um die Liquidität zu zerstreuen, könnte die Aktie zur Erholung ansetzen – falls nicht, droht den Bullen ein böses Erwachen.

Oracle-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Oracle-Analyse vom 29. November liefert die Antwort:

Die neusten Oracle-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Oracle-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 29. November erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Oracle: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...