Oracle Aktie: Massive Zielsenkung
Morgan Stanley halbiert das Kursziel für Oracle aufgrund hoher KI-Investitionskosten. Zusätzlich belasten ein Ausfall beim Kunden TikTok und eine geplante Sammelklage die Aktie.

- Kursziel von Morgan Stanley massiv reduziert
- Hohe Investitionskosten für KI-Infrastruktur belasten
- Operativer Ausfall beim Großkunden TikTok
- Sammelklage wegen angeblicher Täuschung geplant
Für Oracle reißen die schlechten Nachrichten nicht ab. Ein drastisch gesenktes Kursziel der Investmentbank Morgan Stanley sorgt für erhebliche Verunsicherung bei den Anlegern. Als wäre das nicht genug, belasten ein peinlicher Ausfall beim Großkunden TikTok und eine neue Sammelklage die Stimmung zusätzlich.
Analysten warnen vor Kosten
Der Hauptgrund für die aktuelle Skepsis ist eine Neubewertung durch Morgan Stanley. Die Analysten kürzten das Kursziel deutlich von 320 auf 213 US-Dollar, bestätigten jedoch ihr „Equal Weight“-Rating. Im Fokus steht der aggressive Kapitalaufwand für den Ausbau der KI-Infrastruktur. Experten befürchten, dass die immensen Kosten für den GPU-Service (GPUaaS) kurzfristig den Gewinn pro Aktie drücken und die Verschuldung erhöhen könnten. Diese Anpassung spiegelt die Sorge wider, dass sich die KI-Strategie erst später als erhofft auszahlt.
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Operative Panne bei TikTok
Die Nervosität wird durch operative Probleme verstärkt. Am Wochenende sorgte ein wetterbedingter Stromausfall in einem Oracle-Rechenzentrum für weitreichende Verbindungsstörungen beim wichtigen Cloud-Kunden TikTok in den USA. Zwar handelte es sich um externe Faktoren, doch der Zeitpunkt ist ungünstig. Der Vorfall lenkt den Blick kritisch auf die Stabilität der „Project Texas“-Infrastruktur, mit der Oracle gegen etablierte Konkurrenten wie AWS und Azure um lukrative KI-Aufträge konkurriert.
Juristischer Ärger und Marktreaktion
Zusätzlich formiert sich juristischer Widerstand: Die Kanzlei Rosen Law Firm bereitet eine Sammelklage vor. Der Vorwurf lautet, Oracle habe Investoren über den tatsächlichen Kapitalbedarf für die KI-Expansion und die damit verbundenen Risiken für die Kreditwürdigkeit getäuscht.
Die jüngsten Entwicklungen haben deutliche Spuren im Kurs hinterlassen. Auf 30-Tage-Sicht verzeichnet das Papier ein Minus von rund 15 Prozent und notiert aktuell bei 165,90 Euro. Dennoch gibt es Gegenstimmen: Analysten von Guggenheim halten die Reaktion für überzogen und sehen in Oracle weiterhin eine der besten Chancen im Softwaresektor.
Der Markt wägt derzeit das langfristige Potenzial der KI-Cloud gegen die explodierenden Kosten und operativen Risiken ab. Entscheidend für den weiteren Trend wird sein, ob das Unternehmen das Vertrauen in seine technologische Stabilität zurückgewinnen und die Rentabilität seiner Investitionen glaubhaft darlegen kann.
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