Oracle Aktie: Radikaler Kahlschlag
Der Softwarekonzern Oracle erwägt die größte Restrukturierung seiner Geschichte, um Milliarden für den Ausbau der KI-Infrastruktur freizusetzen. Die hohe Verschuldung belastet die Aktie.

- Massive Entlassungswelle mit bis zu 30.000 Stellen
- Freisetzung von 8 bis 10 Milliarden Dollar Liquidität
- Finanzierung des teuren KI-Infrastrukturausbaus
- Gesamtverschuldung übersteigt 100 Milliarden Dollar
Oracle steht das Wasser bis zum Hals. Um den extrem teuren Ausbau der KI-Infrastruktur zu finanzieren, plant der Software-Gigant offenbar den größten Stellenabbau seiner Geschichte mit bis zu 30.000 Entlassungen. Kurz vor den Quartalszahlen am Dienstag fragen sich Investoren: Reicht dieser drastische Schritt, um die explodierenden Kosten und die hohe Verschuldung in den Griff zu bekommen?
Milliarden für die KI-Wette
Wie Bloomberg unter Berufung auf Insider berichtet, erwägt das Management die Streichung von 20.000 bis 30.000 Arbeitsplätzen. Ziel dieser massiven Restrukturierung ist es, kurzfristig 8 bis 10 Milliarden US-Dollar an Liquidität freizusetzen. Dieses Geld wird dringend benötigt, um den kapitalintensiven Ausbau von Rechenzentren zu finanzieren, der durch Verträge mit Großkunden wie OpenAI und NVIDIA getrieben wird.
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Die Entlassungen könnten bereits in diesem Monat beginnen und betreffen verschiedene Unternehmensbereiche. Besonders betroffen sind Positionen, die nach Einschätzung der Konzernführung durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz obsolet werden könnten.
Schuldenberg wächst
Die aggressive Wachstumsstrategie fordert ihren Tribut in der Bilanz. Die Gesamtverschuldung ist mittlerweile auf über 100 Milliarden Dollar angestiegen, während die Investitionsausgaben (Capex) für das Fiskaljahr 2026 auf rund 50 Milliarden Dollar geschätzt werden. Allein das Infrastruktur-Projekt und die Partnerschaft mit OpenAI erfordern gigantische Summen.
Marktbeobachter sehen diese Entwicklung kritisch. Die Kombination aus steigenden Schulden und enormen Investitionsverpflichtungen weckt Zweifel an der finanziellen Stabilität des Konzerns, sollte das Wachstum nicht wie geplant eintreten.
Stimmung am Boden
Das Sentiment hat sich deutlich gedreht. Vom 52-Wochen-Hoch ist das Papier mittlerweile über 50 Prozent entfernt. Der aktuelle Kurs von 131,68 Euro spiegelt die Skepsis der Anleger wider, die angesichts der Kostenexplosion und laufender Rechtsstreitigkeiten vorsichtiger geworden sind. Auch die beeindruckenden Wachstumsraten bei den verbleibenden Leistungsverpflichtungen (RPO) konnten den Abverkauf zuletzt nicht stoppen.
Spannung vor den Zahlen
Am kommenden Dienstag, den 10. März, legt Oracle nach US-Börsenschluss die Ergebnisse für das dritte Quartal vor. Im Fokus steht dabei weniger der bereinigte Gewinn, sondern vor allem die Umsatzentwicklung im Cloud-Bereich. Anleger erwarten konkrete Aussagen dazu, wie das Management die Balance zwischen notwendigem Wachstum und Kostendisziplin halten will.
Für Oracle steht viel auf dem Spiel. Neben dem Sparprogramm prüft der Konzern laut Berichten auch Kapitalerhöhungen im Volumen von bis zu 50 Milliarden Dollar sowie einen möglichen Teilverkauf der Tochter Cerner, um Liquidität zu generieren. Die Reaktion auf den Quartalsbericht wird zeigen, ob das Vertrauen in die kostspielige KI-Strategie zurückkehrt.
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