Oracle Aktie: Samsung standardisiert auf Java

Oracle gewinnt Samsung als Java-Kunden und erweitert Multicloud-Dienste in der Schweiz. Analysten heben das Kursziel an.

Die Kernpunkte:
  • Samsung setzt auf Oracles Java-Plattform
  • Oracle-Datenbanken nun auf AWS in der Schweiz
  • Oppenheimer erhöht Kursziel auf 235 Dollar
  • Umsatzwachstum von 21,7 Prozent im Quartal

Oracle treibt seine Position im Unternehmensgeschäft mit zwei neuen Schritten voran. Samsung setzt auf die Java-Plattform des Konzerns, in der Schweiz weitet Oracle parallel seine Multicloud-Präsenz über AWS aus. Für den Markt ist das vor allem deshalb relevant, weil Oracle damit dort weiter wächst, wo große, langfristige Verträge und hohe Wechselkosten zählen.

Samsung standardisiert auf Java

Samsung Electronics hat sich für das Oracle Java SE Universal Subscription entschieden, um die weltweite Softwareentwicklung zu vereinheitlichen. Im Zentrum steht die Absicherung der sensiblen Halbleiter-Operationen. Dazu kommt eine einfachere Lizenzierung für die internen Anwendungen des Konzerns.

Das Modell verschafft den Entwicklern Zugriff auf proaktive Sicherheitsupdates und ein strukturiertes Patch-Management. Gerade in kritischen Entwicklungsumgebungen kann das die Abläufe stabilisieren und den Betrieb klarer absichern. Für Oracle ist das ein klassischer Enterprise-Erfolg: breit verankert, schwer austauschbar und mit laufenden Erlösen verbunden.

Mehr Multicloud über AWS

Parallel dazu hat Oracle seine KI-Datenbankdienste auf Amazon Web Services in der Schweiz verfügbar gemacht. Unternehmen können damit Oracle Exadata Database Service und Oracle Autonomous AI Database innerhalb der AWS-Umgebung nutzen. Das senkt für Kunden die Hürde, bestehende Cloud-Strukturen nicht aufgeben zu müssen.

Oracle verfolgt damit seine Multicloud-Strategie konsequent weiter. Die Kombination aus Oracle-Technologie und fremder Cloud-Infrastruktur soll Latenzen verringern und Anforderungen an die Datensouveränität besser bedienen. Für europäische Firmen ist genau das oft der praktische Hebel, nicht der große Strategie-Slogan.

Analysten heben das Kursziel an

Der Markt hat die Nachrichten freundlich aufgenommen, auch wenn die Aktie zuletzt schwächer lief. In den USA erhöhte Oppenheimer das Kursziel auf 235 Dollar von zuvor 210 Dollar und bestätigte die Einstufung „Outperform“. Die Bank verweist dabei auf die jüngsten Partnerschaften und Oracles Rolle im KI-Infrastrukturmarkt.

Die Aktie notierte im Mai 2026 zuletzt bei 160 Euro und damit 2,51 Prozent tiefer am Tag. Auf 30 Tage betrachtet steht dennoch ein Plus von 20,96 Prozent zu Buche. Der Kurs liegt weiter unter dem 200-Tage-Durchschnitt von 180,39 Euro, aber klar über dem 50-Tage-Schnitt von 138,35 Euro.

Der Blick auf das Wachstum

Im jüngsten Quartal steigerte Oracle den Umsatz auf 17,19 Milliarden Dollar, ein Plus von 21,7 Prozent. Gleichzeitig bleibt der Konzern investitionsintensiv: Die Ausgaben für den Ausbau der Rechenzentren dürften im Geschäftsjahr 2026 rund 50 Milliarden Dollar erreichen. Für Investoren bleibt deshalb der Auftragsbestand der wichtigste Gegenpol zu den hohen Vorleistungen.

Am Markt zählt nun, wie schnell Oracle seine Multicloud- und Datenbankoffensive in neue Abschlüsse übersetzt. Die neue AWS-Verfügbarkeit in der Schweiz und der Deal mit Samsung liefern dafür konkrete Bausteine.

Oracle-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Oracle-Analyse vom 13. Mai liefert die Antwort:

Die neusten Oracle-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Oracle-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 13. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Oracle: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Oracle