Oracle Aktie: Teurer KI-Rausch

Oracle verzeichnet starkes Cloud-Wachstum, doch massive Investitionen in KI-Infrastruktur belasten den freien Cashflow und treiben die Verschuldung in die Höhe.

Die Kernpunkte:
  • Umsatzwachstum von 22 Prozent im dritten Quartal
  • Massive Investitionen von bis zu 50 Milliarden Dollar
  • Freier Cashflow könnte bis 2030 negativ bleiben
  • Aktienkurs verliert seit Jahresbeginn 28 Prozent

Oracle liefert im dritten Quartal starke Wachstumszahlen und treibt seine KI-Offensive mit neuen Anwendungen massiv voran. Die Börse reagiert dennoch mit Verkäufen. Der Grund liegt in den gigantischen Investitionsplänen des Softwarekonzerns, die den freien Cashflow auf Jahre hinaus belasten könnten.

Gigantische Investitionen belasten

Um die rasant steigende Nachfrage von Großkunden wie Meta, NVIDIA und OpenAI nach Cloud-Infrastruktur zu bedienen, nimmt das Management extrem viel Geld in die Hand. Bis zu 50 Milliarden US-Dollar sollen im Jahr 2026 über Fremd- und Eigenkapital aufgenommen werden. Diese massiven Ausgaben für neue Rechenzentren haben einen direkten Effekt auf die Bilanz. Der freie Cashflow des Unternehmens könnte Berichten zufolge bis 2030 im negativen Bereich verbleiben.

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Gleichzeitig wächst der Schuldenberg. Die langfristigen Verbindlichkeiten sind bis zum Ende des dritten Quartals bereits auf rund 124,7 Milliarden US-Dollar angewachsen. Berichte über weltweite Stellenstreichungen zur Kostensenkung verstärken die Sorge am Markt, dass Oracle den teuren KI-Ausbau mit einer riskanten finanziellen Hebelwirkung erkauft. Einige institutionelle Investoren haben ihre Positionen angesichts dieser Kreditrisiken zuletzt reduziert.

Starke Zahlen rücken in den Hintergrund

Dabei lief das operative Geschäft zuletzt hervorragend. Im dritten Quartal kletterte der Umsatz im Jahresvergleich um fast 22 Prozent auf über 17 Milliarden US-Dollar, während die Cloud-Erlöse sogar um 44 Prozent zulegten. Auch beim Gewinn übertraf der Konzern die Erwartungen der Analysten deutlich.

Diese fundamentalen Erfolge werden von den Kapitalsorgen derzeit überschattet. Die Skepsis der Anleger spiegelt sich deutlich im Kursverlauf wider: Seit Jahresbeginn hat der Titel bereits rund 28 Prozent an Wert verloren und ging am Freitag bei 118,88 Euro aus dem Handel.

Trotz der angespannten Schuldensituation halten einige Experten an dem Software-Riesen fest. Die Analysten von KeyBanc bestätigten ihre „Overweight“-Einstufung mit einem Kursziel von 300 US-Dollar und verweisen auf Oracles starke Positionierung bei Datenbanken und KI-Infrastruktur. Das Management steht nun vor der konkreten Aufgabe, die neu eingeführten „Fusion Agentic“-Anwendungen rasch zu monetarisieren, um den negativen Cashflow im operativen Geschäft abzufedern.

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