Oracle Aktie: TikTok-Deal treibt
Oracle profitiert von einem Joint Venture für TikTok in den USA und erhält ein starkes Kursziel von Wells Fargo. Die Aktie erholt sich nach Finanzierungssorgen.

- Joint Venture mit ByteDance für TikTok US
- Wells Fargo sieht 46 Prozent Kurspotenzial
- Oracle übernimmt Datenschutz und Sicherheit
- Finanzierungsfrage für Rechenzentren bleibt offen
Oracle erlebt im vorbörslichen Handel einen kräftigen Aufschwung. Die Aktie legt über 2 Prozent zu, nachdem die Einzelheiten zu einem Joint Venture rund um TikToks US-Geschäft bekannt wurden. Nach einer turbulenten Woche, die von Finanzierungssorgen geprägt war, kehrt der Technologiekonzern damit auf die Überholspur zurück.
Joint Venture mit ByteDance unter Dach und Fach
Der zentrale Treiber für die aktuelle Erholung ist die Gründung einer neuen US-Gesellschaft für TikTok. ByteDance hat sich auf eine Joint-Venture-Struktur verständigt, um den nationalen Sicherheitsanforderungen der USA zu entsprechen. Oracle steht dabei im Zentrum der amerikanischen Aktivitäten der Plattform.
Das Konsortium wird von Oracle angeführt, gemeinsam mit Silver Lake und der Investmentfirma MGX aus Abu Dhabi. Diese Gruppe soll mehrheitlich an der neuen „TikTok US“-Einheit beteiligt sein. Für Oracle ergibt sich daraus ein umfassendes Aufgabenpaket:
- Datensouveränität: Oracle übernimmt den kompletten Datenschutz und die Speicherung für den US-Markt
- Sicherheitsaufsicht: Verantwortung für Algorithmen-Sicherheit und Content-Moderation
- Umsatzeffekt: RBC Capital hebt die hohen Margen für Oracle Cloud Infrastructure (OCI) hervor
Die Vereinbarung bestätigt Oracles Position als kritischer Infrastrukturpartner in geopolitisch sensiblen Technologiebereichen.
Wells Fargo: 46 Prozent Kurspotenzial
Trotz der jüngsten Schwankungen bleibt das institutionelle Vertrauen stabil. Wells Fargo bekräftigt das „Overweight“-Rating und setzt ein Kursziel von 280 US-Dollar. Ausgehend vom aktuellen Niveau um 193 US-Dollar entspricht das einem Aufwärtspotenzial von rund 46 Prozent.
Analyst Michael Turrin argumentiert, dass der Markt negative Szenarien bereits eingepreist hat, während die massive KI-Pipeline des Unternehmens unterschätzt wird. Besonders aussagekräftig: OpenAI allein könnte zwischen 2028 und 2030 für 25 bis 30 Prozent von Oracles Gewinnen verantwortlich sein.
Finanzierungsfrage belastet weiter
Der positiven Nachricht stehen weiterhin Fragezeichen zur Kapitalausstattung gegenüber. Vergangene Woche brach die Aktie um 4,5 Prozent ein, nachdem eine 10-Milliarden-Dollar-Finanzierung mit Blue Owl Capital ins Stocken geriet. Das Kapital war für ein neues Rechenzentrum in Michigan mit einer Leistung von einem Gigawatt vorgesehen.
Die schnelle Erholung im vorbörslichen Handel deutet darauf hin, dass Anleger die TikTok-Umsätze als stabilisierenden Faktor bewerten. Die Volatilität bleibt mit 26 Bewegungen über 5 Prozent im vergangenen Jahr allerdings hoch.
Fokus auf Ausführung
Mit dem TikTok-Deal und der OpenAI-Partnerschaft im Rücken steht Oracle vor einer entscheidenden Phase. Die Unterstützungsmarke bei 190 US-Dollar hält derzeit, während die vorbörslichen Gewinne eine technische Trendwende andeuten. Entscheidend wird sein, wie das Unternehmen die Finanzierung seiner ehrgeizigen Rechenzentren-Pläne sicherstellt, ohne die Bilanz zu belasten.
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