Oracle Aktie: Umsatzprognosen übertroffen

Oracle meldet Rekordumsätze im Cloud-Geschäft, doch massive Investitionen in KI-Infrastruktur belasten den Cashflow und drücken den Aktienkurs deutlich.

Die Kernpunkte:
  • Cloud-Umsatz steigt um 84 Prozent
  • Auftragsbücher mit 553 Milliarden US-Dollar gefüllt
  • Freier Cashflow durch KI-Ausbau negativ
  • Analysten sehen Chancen nach Kursrücksetzer

Oracle hat gerade das stärkste Quartal seit über 15 Jahren abgeliefert. Die Cloud-Umsätze schießen in die Höhe, und die Auftragsbücher quellen über. Trotz dieser operativen Stärke hinkt der Aktienkurs hinterher, da massive Investitionen in die KI-Infrastruktur den freien Cashflow belasten.

Operatives Wachstum und neue Produkte

Im abgelaufenen dritten Geschäftsquartal verzeichnete der Softwarekonzern ein Umsatzwachstum von 22 Prozent auf 17,2 Milliarden US-Dollar. Besonders die Cloud-Infrastruktur sticht mit einem Plus von 84 Prozent hervor. Ein starkes Signal für die zukünftige Auslastung sind die verbleibenden Leistungsverpflichtungen (RPO). Diese kletterten im Jahresvergleich um 325 Prozent auf 553 Milliarden US-Dollar und sichern langfristige Einnahmen ab.

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Parallel dazu baut das Unternehmen sein Ökosystem gezielt aus. Mit der Veröffentlichung von Java 26 rücken neue KI- und Kryptographie-Funktionen in den Fokus der Entwickler. Eine zusätzliche strategische Partnerschaft mit dem Fintech Alviere integriert zudem regulierte Zahlungsdienste direkt in die Industrieanwendungen von Oracle.

Die Kehrseite des KI-Booms

Trotz der glänzenden Bilanzen notiert das Papier seit Jahresbeginn fast 20 Prozent im Minus und handelt aktuell bei rund 134 Euro. Der Grund für diese Zurückhaltung der Anleger liegt in den enormen Vorabkosten für den Ausbau der Künstlichen Intelligenz. Chips und Rechenzentren verschlingen Milliarden, bevor sie Einnahmen generieren.

Das drückt den freien Cashflow auf rollierender Zwölfmonatsbasis auf minus 24,7 Milliarden US-Dollar. Der Markt preist derzeit die kurzfristigen finanziellen Belastungen durch den Infrastrukturaufbau stärker ein als das langfristige Umsatzpotenzial. Der Kurs rutschte im Zuge dieser Entwicklung fast 30 Prozent unter seine 200-Tage-Linie.

Analysten werten Rücksetzer als Chance

Einige Marktbeobachter interpretieren das aktuelle Kursniveau nach dem jüngsten Ausverkauf als attraktiven Einstiegspunkt. Die starken Quartalszahlen führten umgehend zu positiven Reaktionen bei großen Investmentbanken:

  • JPMorgan: Hochstufung von „Neutral“ auf „Overweight“ mit einem Kursziel von 210 US-Dollar.
  • Barclays: Anhebung des Kursziels auf 240 US-Dollar.
  • Dividende: Bestätigung einer Quartalsausschüttung von 0,50 US-Dollar pro Aktie (Zahltag: 24. April 2026).

Das Management blickt derweil äußerst zuversichtlich nach vorn und hob die Umsatzprognose für das Geschäftsjahr 2027 um eine Milliarde auf 90 Milliarden US-Dollar an. Die prall gefüllten Auftragsbücher untermauern die These, dass sich die massiven Vorabinvestitionen in die KI-Infrastruktur mittelfristig in zählbare Gewinne verwandeln sollen.

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