Oracle Aktie: Zahlen im Fokus

Oracle veröffentlicht am 10. März Q3-Zahlen. Der Fokus liegt auf dem Cloud-Wachstum, dem Rekord-Auftragsbestand und der Finanzierung der milliardenschweren KI-Investitionen.

Die Kernpunkte:
  • Quartalsbericht mit Cloud- und KI-Zahlen am 10. März
  • Rekord-Auftragsbestand von über 500 Milliarden Dollar
  • Hohe Investitionen belasten die Unternehmensbilanz
  • Formel-1-Partnerschaft als Referenzprojekt für Cloud

Bei Oracle läuft vieles gleichzeitig: Ein riesiger Cloud-Auftragsbestand, neue Prestige-Projekte wie die verlängerte Formel‑1‑Partnerschaft – und trotzdem steht der Kurs deutlich unter früheren Höhen. In den nächsten Tagen muss das Unternehmen zeigen, ob das teure Wachstum im Cloud- und KI-Geschäft finanziell wirklich so tragfähig ist, wie es klingt. Der Termin dafür ist jetzt offiziell fix.

Termin steht: Bericht am 10. März

Oracle hat am Dienstag bestätigt, dass die Zahlen für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2026 am Dienstag, den 10. März, nach US-Börsenschluss kommen. Anschließend will das Management die Ergebnisse in einer Telefonkonferenz und per Webcast erläutern.

Der Markt schaut dabei nicht nur auf das „Was“, sondern vor allem auf das „Warum“ hinter den Trends: Wie stabil ist das Cloud-Wachstum? Und wie gut lassen sich die ambitionierten KI-Investitionen finanzieren?

Rekord-Backlog als Messlatte

Als Vergleichsmaßstab dient vor allem das vorangegangene Quartal. In Q2 meldete Oracle Remaining Performance Obligations (RPO) von 523 Mrd. US-Dollar – ein kräftiger Sprung gegenüber dem Vorjahr. Vereinfacht gesagt: Das ist der vertraglich zugesagte, noch nicht als Umsatz verbuchte Auftragsbestand. Genau dieser Wert ist für viele Anleger zum Gradmesser geworden, ob Oracle im Cloud-Geschäft dauerhaft große Deals an Land zieht.

Im selben Quartal stiegen die Cloud-Umsätze auf 8,0 Mrd. US‑Dollar (+34%), der Gesamtumsatz lag bei 16,1 Mrd. US‑Dollar (+14%). Für Q3 stellte das Management weiteres Wachstum in Aussicht: Cloud-Umsätze sollten in konstanten Wechselkursen um 37–41% zulegen, der Gesamtumsatz um 16–18%.

Wachstum kostet – und wird genauer beäugt

Oracle positioniert die eigene Cloud-Infrastruktur als Motor für KI-Anwendungen. Um die dafür nötige Kapazität aufzubauen, greift der Konzern laut Quelltext aber tief in die Finanzierungskiste: Die Unternehmensverschuldung sei über 100 Mrd. US‑Dollar gestiegen, zusätzlich plane Oracle 2026 weitere 45–50 Mrd. US‑Dollar über Fremd- und Eigenkapital aufzunehmen.

Genau hier sitzt der wunde Punkt der Story: Der Markt diskutiert nicht nur Oracles Investitionshunger, sondern auch die Abhängigkeit von Großkunden und deren Zahlungsfähigkeit – insbesondere mit Blick auf OpenAI. Die Sorge dahinter: Wenn Partner ihr Wachstum nicht wie geplant finanzieren können, könnte das auf die Nachfrage nach Oracles Infrastruktur zurückschlagen.

Passend dazu bleibt das Papier charttechnisch angeschlagen: Der Schlusskurs lag am Mittwoch bei 130,92 € und damit rund 53% unter dem 52‑Wochen‑Hoch.

F1-Deal als Schaufenster für die Cloud

Kurz vor dem Quartalsbericht lieferte Oracle außerdem eine greifbare „Anwendungs-Story“: Die Partnerschaft mit Oracle Red Bull Racing wurde mehrjährig verlängert und ausgebaut. Im Kern geht es laut Mitteilung weniger um Werbung, sondern um den Einsatz von Oracle Cloud Infrastructure (OCI), Oracle AI und Fusion Cloud Applications in einem extrem datenintensiven Umfeld – von Simulationen bis zu KI-gestützter Rennstrategie.

Für Oracle ist das ein öffentlich sichtbares Referenzprojekt. Für Anleger ist es vor allem ein Hinweis darauf, wie stark Oracle OCI und KI in konkrete, langfristige Kunden-Setups drückt.

Am 10. März wird sich zeigen, ob Oracle die eigene Q3-Prognose (insbesondere beim Cloud-Wachstum) untermauert – und ob der enorme Auftragsbestand weiter anschwillt, ohne dass die Finanzierung der KI-Offensive zur dauerhaften Belastungsprobe wird.

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