Oracle: Freigabe für Impact-Level-6-und-7-Netzwerke
Oracle darf KI-Modelle in höchsten Geheimhaltungsstufen des US-Militärs betreiben, während die Aktie unter OpenAI-News leidet.

- Zugang zu streng geheimen Pentagon-Netzwerken
- Multi-Vendor-Strategie des Militärs als Vorteil
- OpenAI-Turbulenzen drücken den Kurs
- Quartalsumsatz steigt um 22 Prozent
Oracle hat sich einen Platz im engsten Kreis der US-Militär-KI gesichert. Das Verteidigungsministerium hat die Technologie des Unternehmens für seine höchsten Geheimhaltungsstufen freigegeben — ein Ritterschlag, der Oracle in eine Reihe mit Amazon, Google, Microsoft und OpenAI stellt.
Zugang zu den geheimsten Netzwerken des Pentagon
Die Vereinbarung erlaubt Oracle, KI-Modelle direkt in klassifizierten DoD-Umgebungen zu entwickeln und zu betreiben. Konkret geht es um Netzwerke der Stufen Impact Level 6 und Impact Level 7 — letztere gilt als höchste Geheimhaltungsklasse des US-Militärs. Kim Lynch, Executive Vice President für Oracles Regierungs- und Verteidigungsgeschäft, erklärte, die Vereinbarung spiegele ein gemeinsames Ziel wider: die USA sollen bei künstlicher Intelligenz global die Führung behalten.
Das Pentagon verfolgt dabei bewusst eine Multi-Vendor-Strategie. Der zuständige Staatssekretär für Forschung und Entwicklung machte klar, dass das Militär künftig nie wieder von einem einzigen KI-Anbieter abhängen werde. Für Oracle ist das ein struktureller Vorteil. Das Unternehmen hat seinen Ansatz auf Interoperabilität ausgerichtet und baut parallel dazu NATO-Infrastruktur auf — darunter Cloud-Verträge und private 5G-Netzwerke für das Cooperative Cyber Defence Centre of Excellence.
OpenAI-Turbulenzen belasten den Kurs
Trotz dieser Vertragserfolge bleibt die Aktie eng an die Stimmung rund um OpenAI gekoppelt. Berichte über verfehlte Wachstumsziele bei OpenAI und wachsende Verluste beim Cloud-Anbieter CoreWeave drückten den Kurs zwischenzeitlich um rund sieben Prozent im vorbörslichen Handel. Wedbush-Analyst Dan Ives bezeichnete den Rückgang als Überreaktion und sieht die Nachfrage nach KI-Infrastruktur ungebrochen stark.
Die Kursentwicklung der vergangenen Wochen zeigt, wie nervös der Markt reagiert. Von Mitte April bis Anfang Mai legte die Aktie rund 25 Prozent zu. Aktuell notiert das Papier bei 162,70 Euro — gut 18 Prozent über dem Stand vor einer Woche, aber noch deutlich unter dem 200-Tage-Durchschnitt von rund 181 Euro.
Analysten uneins, Zahlen solide
Das letzte Quartal lieferte Oracle eine klare Grundlage. Der Umsatz stieg um knapp 22 Prozent auf 17,19 Milliarden Dollar und übertraf die Erwartungen. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 1,79 Dollar — über dem Konsens von 1,71 Dollar.
Für das laufende Quartal erwartet Oracle ein Umsatzwachstum zwischen 19 und 21 Prozent. Das Jahresziel für 2026 liegt bei rund 67 Milliarden Dollar, für 2027 peilt das Unternehmen 90 Milliarden Dollar an.
Die 36 Wall-Street-Analysten, die Oracle abdecken, halten im Schnitt an einem Kursziel von 260 Dollar fest — ein „Buy“-Konsens mit erheblicher Streuung zwischen 160 und 400 Dollar. Morgan Stanley bleibt vorsichtiger: Analyst Keith Weiss hält an „Equal-Weight“ fest und senkte sein Ziel auf 207 Dollar, weil die Margen im neuen GPU-as-a-Service-Geschäft noch unklar sind. Barclays sieht das anders und hob sein Ziel auf 240 Dollar an.
Das entscheidende Datum für eine Neubewertung ist Q2 2026: Dann zeigt sich, ob der vertraglich gesicherte Auftragsbestand von 553 Milliarden Dollar tatsächlich in berichteten Umsatz umschlägt — und ob das Cloud-Infrastrukturwachstum von zuletzt 84 Prozent standhält.
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