Oracle: Guggenheim setzt $400-Ziel

Ein Guggenheim-Analyst bekräftigt ein Kursziel von 400 Dollar für Oracle und verweist auf einen bevorstehenden Cashflow-Schub aus dem Rekordauftragsbestand von 553 Milliarden Dollar.

Die Kernpunkte:
  • Rekordauftragsbestand von 553 Milliarden Dollar
  • Analyst bekräftigt Kursziel von 400 Dollar
  • Expansion im Finanzsektor über FINOS-Beitritt
  • Umsatzziel für 2027 auf 90 Milliarden angehoben

553 Milliarden Dollar auftragsgesicherter Umsatz — und trotzdem, sagt Guggenheim-Analyst John DiFucci, wird Oracle vom Markt massiv unterschätzt. Seine Einschätzung hat die Aktie am Dienstag angetrieben: ein Plus von rund 4,8 Prozent auf 157,20 Euro.

Guggenheims „Best Idea for 2026″

DiFucci bekräftigte sein Kursziel von 400 Dollar und bezeichnete Oracle als „grob unterbewertet“. Der Kern seiner These: ein sogenannter „Cash-Flow-Wasserfall“, der bis zum Geschäftsjahr 2029 einsetzen soll. Auslöser ist der rekordhohe Auftragsbestand. Die verbleibenden Leistungsverpflichtungen — im Fachjargon Remaining Performance Obligations — sind auf 553 Milliarden Dollar gestiegen. Das entspricht einem Zuwachs von 325 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Laut DiFucci ignorieren Investoren bislang, wie viel gesicherten Umsatz dieser Bestand repräsentiert. Sobald die KI-Infrastrukturprojekte hochlaufen, soll daraus skalierter Cashflow werden.

Einstieg in den Finanzsektor über FINOS

Parallel dazu gab Oracle seinen Beitritt zur Fintech Open Source Foundation (FINOS) als Gold-Mitglied bekannt. Das Ziel: Hochleistungsrechnen im Finanzsektor zu vereinheitlichen. Oracle entwickelt dafür ein Plugin für seine Cloud-Infrastruktur OCI, das Großbanken wie Citi und Morgan Stanley ermöglicht, umfangreiche Workloads über hybride und Multi-Cloud-Umgebungen zu verteilen.

Der Schritt zeigt, wohin Oracle zielt: KI-fähige Infrastruktur für quantitatives Modellieren und Risikoanalyse im Bankensektor.

Investitionen auf Rekordniveau

Oracle gibt im laufenden Geschäftsjahr rund 50 Milliarden Dollar für den Aufbau von KI-Rechenzentren aus. Das belastet den freien Cashflow kurzfristig, hat aber bereits Früchte getragen — darunter eine bedeutende Partnerschaft mit OpenAI.

Das Umsatzziel für das Geschäftsjahr 2027 hat das Management auf 90 Milliarden Dollar angehoben. Im dritten Quartal 2026 wuchs der Umsatz bereits um mehr als 20 Prozent auf 17,19 Milliarden Dollar.

Kurs erholt sich — mit Abstand zum Hoch

Die Aktie hat in den vergangenen zwölf Monaten rund 41 Prozent zugelegt. Vom 52-Wochen-Hoch bei 280,70 Euro ist sie allerdings noch weit entfernt — der Abstand beträgt derzeit 44 Prozent. Der RSI von 19,4 signalisiert eine technisch überverkaufte Lage, was Erholungspotenzial andeutet.

Eine Schuldenlast von über 124 Milliarden Dollar bleibt ein Risikofaktor. Der Konsens der Analysten lautet dennoch „Moderate Buy“ — getragen von der Erwartung, dass KI-Infrastruktur und Multi-Cloud-Interoperabilität das Wachstum langfristig stützen. Am 24. April erhalten Aktionäre eine Quartalsdividende von 0,50 Dollar je Aktie.

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