Oracle: Überschuss sinkt, Cloud-Geschäft steigt

Der Soft- und Hardwarehersteller Oracle veröffentlichte die Zahlen zum zweiten Quartal seines Bilanzjahres. Darin wird erkennbar, dass die Schwäche im Kerngeschäft mit Software-Lizenzen und der starke Dollar trotz des boomenden Cloud-Geschäfts den Amerikanern zu schaffen machen.

© Oracle Corp.

Der Überschuss fiel binnen Jahresfrist um 8 % auf 2,03 Mrd. Dollar, wie die Kalifornier mitteilten. Wegen eines schwächeren Geschäfts mit klassischer Soft- und Hardware blieb der Konzernumsatz im vergangenen Quartal aber mit 9,07 Mrd. Dollar im Jahresvergleich quasi stabil. Der Gewinn verringerte sich in dem Ende November abgeschlossenen zweiten Geschäftsquartal um 8 % auf 2,03 Mrd. Dollar.

Im nachbörslichen Handel fielen die Oracle-Papiere um rund 2 %, obwohl sich das Unternehmen für das laufende Quartal optimistisch zeigte und mit einem Umsatzwachstum zwischen 3 und 5 % rechnet. Analysten zufolge kommt Oracle beim Ausbau der Cloud-Sparte nicht schnell genug voran.

Oracle setzt weiter auf die Cloud

"So wie unser Cloud-Geschäft größer wird, werden wir in der Cloud auch stärker wachsen", sagte Konzernchefin Safra Catz. Der Verkauf von internetbasierter Software legte im abgelaufenen Quartal um 81 % auf 878 Mio. Dollar zu. Das komplette Geschäft mit der sogenannten Wolke kletterte um 62 % und lag damit erstmals bei über 1,05 Mrd. Dollar. Allerdings sank das klassische Software-Geschäft um 4 % auf 6,1 Mrd. Dollar. Der Umsatz mit Hardware schrumpfte ebenfalls weiter um 10 % auf 1,0 Mrd. Dollar.

Das Cloud-Geschäft ist eines der wichtigsten Wachstumsmärkte in der Computerbranche. Daher gibt es auch einen harten Konkurrenzkampf in der Branche. Neben Oracle und dem deutschen Rivalen SAP investieren auch Microsoft, IBM und Google massiv in entsprechende Dienste. Die Nase vorn hat hier der weltgrößte Onlinehändler Amazon, der bereits vor zehn Jahren ein Cloud-Angebot einführte. Im Sommer stärkte Oracle mit dem milliardenschweren Zukauf von NetSuite seine Cloud-Sparte und will so den Rivalen die Stirn bieten.

Die Oracle-Chefin Safra Catz wird sich künftig auch noch anderen Aufgaben widmen. Sie wurde in das Übergangsteam vom designierten Präsidenten Donald Trump berufen. Catz gehörte zu den führenden Firmenvertretern, die am Mittwoch an einem Spitzentreffen mit Trump teilnahmen.

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