Orora Aktie: Produktionsstopp belastet

Der Verpackungsspezialist Orora korrigiert seine Gewinnprognose nach unten, nachdem eine wichtige Anlage stillgelegt wurde und die Nachfrage im Premiumsegment nachlässt.

Die Kernpunkte:
  • Produktionsstopp in den Vereinigten Arabischen Emiraten
  • Schwache Nachfrage bei Premium-Weinen und Spirituosen
  • Aktienrückkaufprogramm wurde gestoppt
  • Analysten senken ihre Bewertungen für Orora

Der Verpackungsspezialist Orora kämpft mit massivem Gegenwind in seiner Sparte Saverglass. Geopolitische Spannungen im Nahen Osten und ein schwächelnder Premiummarkt für Wein und Spirituosen zwingen das Unternehmen dazu, seine Gewinnprognose nach unten zu korrigieren. Um die Bilanz zu stabilisieren, greift das Management nun zu drastischen Maßnahmen.

Stillstand im Nahen Osten

Hauptverantwortlich für die Korrektur sind operative Probleme in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Die Anlage in Ras al-Chaima, die immerhin 15 Prozent der gesamten Produktionskapazität ausmacht, wurde in einen sogenannten „Hot Idle“-Zustand versetzt. Das bedeutet, dass die Produktion vor Ort komplett ruht. Orora reagiert damit auf die schwierigen Rahmenbedingungen in der Region.

Um bestehende Lieferverpflichtungen zu erfüllen, verlagert das Unternehmen die Produktion nach Mexiko. Dieser Schritt ist notwendig, um den direkten negativen Einfluss auf das operative Ergebnis (EBIT) abzufedern. Zusätzlich leidet die Sparte unter einer schwachen Nachfrage im gehobenen Segment. Ein ungünstiger Absatzmix bei Premium-Spirituosen und Weinen drückt die Margen im zweiten Halbjahr zusätzlich.

Strategische Vollbremsung

Als direkte Reaktion auf die angespannte Lage hat Orora das laufende Aktienrückkaufprogramm gestoppt. Ziel ist es, die Verschuldung im Verhältnis zum EBITDA unter dem Faktor 1,5 zu halten. Die Märkte reagierten empfindlich auf diese Nachrichten. Heute markierte die Aktie mit einem Rücksetzer auf 1,50 AUD ein neues 52-Wochen-Tief.

Analysten haben ihre Erwartungen bereits angepasst:

  • EBIT-Prognose Saverglass: 52 bis 59 Mio. EUR
  • Belastung durch Standort VAE: 9 bis 11 Mio. EUR
  • Marktdruck (Wein/Spirituosen): 11 bis 16 Mio. EUR
  • Rating Jarden: Downgrade auf „Neutral“
  • Rating JPMorgan: „Underweight“

Die Schätzungen für das gesamte Gruppen-EBIT liegen nun bei rund 250 Millionen AUD. Damit rangiert die neue Prognose etwa acht bis zehn Prozent unter den ursprünglichen Markterwartungen. Die zeitnahe Hochlaufphase der Kapazitäten in Mexiko rückt nun in den Fokus, um die Ausfälle im Nahen Osten operativ aufzufangen.

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