Ørsted Aktie: Baustopp gekippt

Ein US-Bundesrichter ermöglicht Ørsted die Wiederaufnahme der Bauarbeiten am Windpark Sunrise Wind. Das Projekt soll nun 2027 in Betrieb gehen, nachdem Verzögerungen zu erheblichen Wertberichtigungen führten.

Die Kernpunkte:
  • Gerichtsurteil beendet behördlichen Baustopp in den USA
  • Kommerzieller Betrieb für zweite Hälfte 2027 geplant
  • Verzögerungen verursachten Wertberichtigungen von 12,1 Mrd. DKK
  • Desinvestitionsprogramm erlöste rund 46 Mrd. DKK

Ørsted kann beim US-Offshoreprojekt Sunrise Wind wieder bauen. Ein Bundesrichter hat eine vorläufige Verfügung gegen eine behördliche Aussetzung erlassen und damit einen zentralen Bremsklotz für die US-Pläne des Konzerns gelöst. Nach Monaten der Unsicherheit bekommt das Projekt damit erneut einen klaren Zeitplan.

Die wichtigsten Punkte auf einen Blick:
– Gericht erlaubt Wiederaufnahme aller Arbeiten am 924-MW-Projekt Sunrise Wind vor New York
Kommerzieller Betrieb wird nun für die zweite Jahreshälfte 2027 erwartet
Wertberichtigungen im Zusammenhang mit Verzögerungen und höheren Kosten: 12,1 Mrd. DKK
– Verkaufserlöse aus dem vorgezogenen Desinvestitionsprogramm: rund 46 Mrd. DKK

Gericht gibt Sunrise Wind frei

Die Arbeiten an Sunrise Wind waren im Dezember 2025 vorübergehend gestoppt worden. Auslöser war eine Stop-Work-Anordnung der US-Behörde Bureau of Ocean Energy Management (Innenministerium), die gleich fünf große Offshore-Windprojekte traf.

Mit der nun erteilten einstweiligen Verfügung darf Ørsted die Bauaktivitäten wieder aufnehmen. Es ist zudem die jüngste Entscheidung in einer Reihe von Gerichtsbeschlüssen, durch die alle fünf zuvor ausgebremsten Projekte wieder grünes Licht erhielten. Doch was bedeutet das konkret finanziell?

Hohe Kosten durch Verzögerungen

Die Unterbrechungen haben Ørsted bereits spürbar belastet. Das Unternehmen bezifferte die Wertminderungen rund um Sunrise Wind auf 12,1 Mrd. DKK. Als Gründe nennt Ørsted Verzögerungen, gestiegene Projektkosten sowie höhere Finanzierungskosten in den USA.

Auch beim zweiten US-Projekt Revolution Wind (vor Rhode Island) kann Ørsted nach einer Freigabe wieder weiterarbeiten. Der erste Strom wird dort „innerhalb von Wochen“ erwartet, die kommerzielle Inbetriebnahme zielt auf die zweite Jahreshälfte dieses Jahres.

Bilanz soll stabiler werden

Parallel zu den juristischen Fortschritten hat Ørsted seine Bilanz mit Verkäufen gestärkt. Das Desinvestitionsprogramm wurde vorzeitig abgeschlossen und brachte rund 46 Mrd. DKK ein. Ein zentraler Baustein war der Verkauf des europäischen Onshore-Geschäfts an Copenhagen Infrastructure Partners (CIP) für 1,44 Mrd. Euro.

Operativ meldete Ørsted für 2025 ein bereinigtes EBITDA von 25,1 Mrd. DKK und lag damit im Rahmen der eigenen Prognose. Für 2026 bestätigte das Unternehmen den Ausblick: Das EBITDA soll über 28 Mrd. DKK liegen. Zudem peilt Ørsted an, für das Geschäftsjahr 2026 wieder Dividenden zu zahlen.

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