Orsted Aktie: Deutsche Bank hebt Ziel auf 155 Kronen

Der dänische Windkonzern setzt auf Bilanzstabilisierung durch Assetverkäufe und hält an der Dividendenpause fest.

Die Kernpunkte:
  • Deutsche Bank hebt Kursziel an
  • Dividendenausschüttung bleibt ausgesetzt
  • EBITDA-Ziel für 2024 bestätigt
  • Aktie unter 50-Tage-Durchschnitt notiert

Orsted kämpft an zwei Fronten. Während makroökonomische Sorgen den gesamten Sektor für erneuerbare Energien belasten, versucht der dänische Windriese mit strikter Finanzdisziplin Vertrauen zurückzugewinnen. Das spiegelt sich nun in einer neuen Bewertung wider.

Die Deutsche Bank reagierte auf die Neuausrichtung des Konzerns. Analyst Olly Jeffery hob das Kursziel von 135 auf 155 Dänische Kronen an, bleibt aber bei der Einstufung „Hold“. Er verwies dabei auf die Bemühungen des Unternehmens, die Bilanz durch den Verkauf von Vermögenswerten zu stabilisieren.

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Im Zentrum der Strategie steht die finanzielle Stabilität. Der Konzern hält an der bereits angekündigten Aussetzung der Dividende fest, um Kapital zu schonen. Für das Geschäftsjahr 2024 peilt das Management ein operatives Ergebnis (EBITDA) zwischen 23 und 26 Milliarden Dänischen Kronen an.

Parallel dazu drückten starke US-Arbeitsmarktdaten die Stimmung im Sektor. Steigende Renditen für Staatsanleihen belasten kapitalintensive Unternehmen massiv. Die Orsted-Aktie verlor auf Wochensicht 3,78 Prozent und schloss am Freitag bei einem Kurs von 21,12 Euro.

Die Branche zeigt sich derweil operativ aktiv. In Europa wurden im ersten Quartal 2026 neue Turbinen mit einer Gesamtleistung von 5,8 Gigawatt bestellt. Das Vereinigte Königreich führt dabei den Ausbau der Offshore-Kapazitäten an, während hohe Zinsen die Projektkalkulationen weiterhin erschweren.

Technisch bleibt die Lage bei Orsted fragil. Das Papier notiert aktuell unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 21,67 Euro. Der Relative Strength Index signalisiert mit einem Wert von 41,6 ein neutrales Momentum, während Anleger die strategischen Updates verarbeiten.

Ein wichtiger Faktor für die Bewertung bleibt die Zinsentwicklung in den USA. Sinkende Renditen könnten die Bewertung des Unternehmens laut Analystenschätzungen um bis zu eine Milliarde Dänische Kronen entlasten.

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