Orsted Aktie: Gegenangriff gestartet

Der dänische Energiekonzern Orsted hat Klage gegen den Lizenzentzug für sein fast fertiges US-Windparkprojekt eingereicht. Die Aktie erholt sich leicht, doch die rechtliche Auseinandersetzung bleibt entscheidend.

Die Kernpunkte:
  • Klage gegen Baustopp für Revolution Wind Projekt
  • Bau des Windparks bereits zu 90 Prozent fertig
  • Investition von über fünf Milliarden Dollar
  • Aktienkurs erholt sich nach starkem Verfall

Der dänische Energie-Riese geht in die Offensive. Nachdem die US-Regierung einen Baustopp für wichtige Offshore-Projekte verhängte, schlägt Orsted nun juristisch zurück. Anleger stellen sich die Frage: Kann der Konzern sein Milliarden-Projekt in letzter Sekunde vor dem politischen Aus retten?

Klage gegen den Baustopp

Ein Hoffnungsschimmer treibt den Kurs am heutigen Freitag um rund 4 Prozent an. Orsted hat gemeinsam mit dem Partner Skyborn Renewables Klage beim US-Bezirksgericht in Washington D.C. eingereicht. Das klare Ziel ist eine sofortige einstweilige Verfügung gegen den am 22. Dezember 2025 verhängten Lizenzentzug durch die Behörde BOEM.

Das Management argumentiert, die Blockade sei rechtswidrig. Besonders brisant ist der Zeitpunkt: Die Behörden, die nun den Stopp verhängten, hatten das Projekt zuvor jahrelang geprüft und genehmigt. Orsted warnt vor irreparablen Schäden, sollte der Bau nicht umgehend fortgesetzt werden dürfen.

Die Fakten zum Streitobjekt

Die Nervosität der Anleger erklärt sich beim Blick auf die enormen Summen, die auf dem Spiel stehen. Das betroffene Projekt „Revolution Wind“ vor der Küste von Rhode Island ist keine bloße Planung, sondern steht unmittelbar vor der Inbetriebnahme:

  • Fortschritt: Der Bau ist bereits zu fast 90 Prozent abgeschlossen.
  • Kosten: Über 5 Milliarden US-Dollar wurden bislang investiert.
  • Infrastruktur: Alle Fundamente und 58 von 65 Turbinen sind bereits installiert.
  • Zeitplan: Die Stromlieferung für 350.000 Haushalte sollte eigentlich in diesem Monat starten.

Hohes Risiko bleibt bestehen

Der jüngste Kursrutsch von über 12 Prozent im Dezember, ausgelöst durch Sicherheitsbedenken der Trump-Regierung, sitzt den Investoren noch in den Knochen. Die politische Unsicherheit drückte den Titel auf Rekordtiefs. Die aktuelle Erholung ist daher primär eine technische Gegenbewegung auf den extremen Abverkauf, getrieben durch die Nachricht, dass sich das Unternehmen wehrt.

Fundamental betrachtet steht Orsted vor einer binären Entscheidung: Gewährt das Gericht den Aufschub, dürfte eine schnelle Neubewertung der Aktie erfolgen, da die Angst vor einem Totalverlust weicht. Setzt sich die Argumentation der US-Regierung bezüglich nationaler Sicherheit durch, drohen massive Abschreibungen des US-Portfolios.

Trotz der heutigen Gewinne ist der Ende 2025 etablierte Abwärtstrend noch nicht gebrochen. Das „Panic Selling“ scheint vorerst gestoppt, doch der Markt verharrt in Warteposition. Entscheidend für die weitere Kursentwicklung ist nun der erste Richterspruch aus Washington. Bis eine juristische Entscheidung fällt, bleibt der Titel extremen Schwankungen unterworfen.

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