Ørsted Aktie: Milliarden-Ziel übertroffen

Der dänische Windkraftkonzern Ørsted hat sein milliardenschweres Verkaufsprogramm deutlich übertroffen und liefert trotz politischer Hürden erstmals Strom von einem US-Offshore-Projekt.

Die Kernpunkte:
  • Verkaufsziel von 35 Mrd. Kronen klar übertroffen
  • Erste Stromlieferung von US-Windpark Revolution Wind
  • Verkauf des europäischen Onshore-Geschäfts für 1,44 Mrd. Euro
  • EBITDA-Prognose für 2026 über 28 Mrd. Kronen

Der dänische Windkraft-Riese Ørsted liefert derzeit auf zwei Kontinenten gleichzeitig ab. Während an der US-Ostküste trotz massiver politischer Widerstände der erste Strom ins Netz fließt, spült ein Verkauf in Europa frisches Kapital in die Kassen. Das ehrgeizige Ziel zur Stärkung der eigenen Bilanz wurde damit klar geschlagen.

Stromlieferung trotz politischer Hürden

Vergangene Woche speiste der Offshore-Windpark Revolution Wind erstmals Energie in das Stromnetz von New England ein. Der Weg dorthin glich einem juristischen Hürdenlauf. Kurz vor Weihnachten hatte die Trump-Regierung einen Baustopp für fünf große Ostküsten-Projekte verhängt und dies mit der nationalen Sicherheit begründet. Bundesrichter kippten diese Blockade, da die Regierung keine akute Bedrohung nachweisen konnte.

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Aktuell ist das vier Milliarden US-Dollar teure Projekt zu etwa 90 Prozent fertiggestellt. Wenn die 65 Turbinen im Laufe dieses Jahres ihre volle Leistung erreichen, sollen sie 350.000 Haushalte versorgen. Langfristige Abnahmeverträge über 20 Jahre garantieren dabei stabile Preise für die Verbraucher. Ørsted hält an seinen US-Investitionen fest und steckt fast 700 Millionen Dollar in den heimischen Schiffbau, was die politische Position des Unternehmens vor Ort stärken dürfte.

Verkaufsprogramm stärkt die Bilanz

Parallel zu den operativen Fortschritten in den USA räumt Ørsted sein Portfolio auf. Das Unternehmen verkauft sein gesamtes europäisches Onshore-Geschäft für 1,44 Milliarden Euro an Copenhagen Infrastructure Partners. Der Abschluss der Transaktion wird für das zweite Quartal erwartet.

Zusammen mit früheren Teilverkäufen schließt der Konzern damit sein groß angelegtes Veräußerungsprogramm erfolgreich ab. Die strategische Neuausrichtung zahlt sich aus: Für den Zeitraum 2025 bis 2026 verbucht Ørsted nun Verkaufserlöse von rund 46 Milliarden Dänischen Kronen. Das ursprüngliche Ziel von 35 Milliarden Kronen wurde damit deutlich übertroffen.

Wichtige Termine im Frühjahr

Finanziell steht das Unternehmen auf einem soliden Fundament. Das operative Ergebnis (EBITDA) lag 2025 trotz unterdurchschnittlicher Windgeschwindigkeiten bei 25,1 Milliarden Kronen und entsprach exakt den Prognosen. Für das laufende Jahr rechnet das Management mit einem Anstieg auf über 28 Milliarden Kronen, gestützt durch die geplante Inbetriebnahme von mehr als 2,5 Gigawatt an neuer Offshore-Kapazität.

Die nächsten Entscheidungen fallen am 9. April auf der Hauptversammlung. Dort steht eine personelle Erneuerung an, bei der unter anderem der ehemalige Ørsted-Windchef Samuel Leupold in den Verwaltungsrat einziehen soll. Konkrete Zahlen zum Start ins neue Jahr liefert das Management dann mit dem Quartalsbericht am 6. Mai.

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