Ørsted Aktie: Operativer Durchbruch
Der dänische Energiekonzern Ørsted hat mit seinem US-Projekt Revolution Wind einen wichtigen operativen Meilenstein erreicht und meldet gleichzeitig eine deutliche finanzielle Erholung.

- Erster Strom aus US-Windpark Revolution Wind
- Gericht hob Baustopp der US-Regierung auf
- Finanzielle Stabilisierung mit steigendem EBITDA
- Aktienkurs legte seit Jahresbeginn deutlich zu
Der dänische Energiekonzern Ørsted hat an der US-Ostküste einen bedeutenden Etappensieg errungen. Trotz massiver politischer Widerstände durch die Trump-Administration liefert das Vorzeigeprojekt Revolution Wind seit Ende letzter Woche erstmals Strom in das Netz von Neuengland. Für den Konzern ist dies ein greifbarer Beweis, dass sich das US-Portfolio auch in einem feindseligen regulatorischen Umfeld erfolgreich umsetzen lässt.
Netzanschluss nach juristischem Tauziehen
Noch kurz vor Weihnachten hatte die US-Regierung den Bau von fünf großen Offshore-Windparks unter Verweis auf die nationale Sicherheit gestoppt. Entwickler und Bundesstaaten zogen daraufhin vor Gericht und bekamen recht. Die zuständigen Bundesrichter sahen keine unmittelbare Bedrohung, die einen Baustopp gerechtfertigt hätte, und gaben grünes Licht für die Wiederaufnahme der Arbeiten.
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Nun speist das 704-Megawatt-Projekt, ein Joint Venture mit Skyborn Renewables, erste Energie ein. Bis zur vollständigen Inbetriebnahme in der zweiten Jahreshälfte 2026 soll die Leistung der 65 Turbinen schrittweise hochgefahren werden.
Wirtschaftliche Bedeutung für die Region
Der Windpark deckt künftig etwa 2,5 Prozent des gesamten Strombedarfs in Neuengland ab und versorgt über 350.000 Haushalte sowie Unternehmen über langfristige Festpreisverträge. Besonders in den Wintermonaten, wenn Energieengpässe drohen und Preise oft stark anziehen, soll die Anlage das regionale Netz stabilisieren. Eine vorläufige Analyse des Bundesstaates Connecticut geht davon aus, dass Revolution Wind die Großhandelsstromkosten bis 2028 um rund 500 Millionen US-Dollar pro Jahr senken wird.
Finanzielle Erholung nimmt Form an
Der operative Fortschritt in den USA fällt mit einer spürbaren finanziellen Stabilisierung des Konzerns zusammen. Nach einer Phase hoher Verluste und steigender Kosten meldete Ørsted für 2025 ein bereinigtes operatives Ergebnis (EBITDA) von 25,1 Milliarden Dänischen Kronen. Für das laufende Jahr rechnet das Management mit einem weiteren Anstieg auf über 28 Milliarden Kronen.
Flankiert wird diese Erholung von einem umfassenden Verkaufsprogramm. So trennte sich Ørsted kürzlich für 5,6 Milliarden US-Dollar von 50 Prozent seiner Anteile am britischen Windpark Hornsea 3. Weitere 790 Millionen US-Dollar flossen durch den Teilverkauf eines Projekts in Taiwan in die Kassen. Diese Maßnahmen zur Stärkung der Bilanz spiegeln sich am Kapitalmarkt wider: Seit Jahresbeginn 2026 hat das Papier an der Kopenhagener Börse knapp 20 Prozent zugelegt.
Die strategische Neuausrichtung geht nun in die Ausführungsphase. Konkrete Einblicke in die weitere finanzielle Entwicklung liefert der nächste Quartalsbericht, der für den 6. Mai 2026 angesetzt ist. Investoren werden dann besonders auf den Hochlauf von Revolution Wind sowie auf die vom Management in Aussicht gestellte Wiederaufnahme der Dividendenzahlungen für das laufende Geschäftsjahr achten.
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