Ørsted Aktie: Turbinen-Installation startet
Der dänische Windkraftkonzern setzt Bauarbeiten an zwei US-Projekten trotz anhaltender Rechtsstreitigkeiten fort und meldet solide Jahreszahlen für 2025.

- Turbinenmontage für Sunrise Wind beginnt unmittelbar
- Revolution Wind steht kurz vor der Inbetriebnahme
- Gerichtliche Verfügungen ermöglichen Weiterbau trotz Baustopps
- Solide Finanzergebnisse und starke Aktienperformance
Der dänische Windkraft-Konzern Ørsted treibt seine beiden großen US-Offshore-Projekte weiter voran. Eine aktuelle Schifffahrtsmeldung zeigt: Die Turbinen-Installation beim Sunrise Wind-Projekt steht unmittelbar bevor. Das ist ein wichtiger Fortschritt – und das trotz laufender Rechtsstreitigkeiten mit der Trump-Regierung.
Installationsschiff wechselt das Projekt
Laut einem Bericht von The Maritime Executive vom 25. Februar 2026 liegt das Installationsschiff Wind Scylla des Betreibers Cadeler derzeit im Hafen von New London. Zuvor war das Schiff beim benachbarten Revolution Wind-Projekt vor Rhode Island im Einsatz. Die Schifffahrtsmeldung macht klar: Sobald die Wind Scylla wieder in See sticht, geht es in die Bauzone von Sunrise Wind südlich von Massachusetts.
Damit beginnt die Turbinen-Installation bei Sunrise Wind. Das Projekt war laut Gerichtsdokumenten im Dezember 2025 zu rund 45 Prozent fertiggestellt. Zu diesem Zeitpunkt waren bereits 44 der 84 Monopfahl-Fundamente, die Offshore-Konverterstation und die küstennahen Exportkabel installiert. Die Fertigstellung ist für 2027 geplant.
Revolution Wind kurz vor Abschluss
Revolution Wind, ein 50/50-Joint-Venture zwischen Ørsted und Skyborn Renewables (Teil von Global Infrastructure Partners), war laut Reuters Anfang Februar 2026 zu 87 Prozent abgeschlossen. Die Inbetriebnahme ist für die zweite Jahreshälfte 2026 vorgesehen. Die 65 Turbinen vor Rhode Island sollen genug sauberen Strom für etwa 350.000 Haushalte in Rhode Island und Connecticut liefern.
Rechtsstreit läuft weiter
Beide US-Projekte waren Ende Dezember 2025 von Baustopp-Anordnungen des Bureau of Ocean Energy Management (BOEM) betroffen. Ørsted erwirkte erfolgreich einstweilige Verfügungen vom US-Bezirksgericht für den District of Columbia – für Revolution Wind am 12. Januar 2026, für Sunrise Wind am 2. Februar 2026. Die Bauarbeiten konnten daraufhin weitergehen.
Die Trump-Regierung hat jedoch Berufung gegen umfassendere Gerichtsbeschlüsse eingelegt, die ihre Exekutivverordnung zur Aussetzung von Windenergie-Genehmigungen blockierten. Die zugrundeliegenden Klagen gegen die Baustopp-Anordnungen sind noch anhängig.
Solide Bilanz als Basis
Ørsted meldete für das Gesamtjahr 2025 ein EBITDA (ohne neue Partnerschaften und Stornogebühren) von 25,1 Milliarden Dänischen Kronen – innerhalb der Prognose von 24 bis 27 Milliarden Kronen. Der Nettogewinn lag bei 3,2 Milliarden Kronen.
Für 2026 rechnet das Unternehmen mit einem EBITDA von über 28 Milliarden Kronen. Die Bruttoinvestitionen sollen zwischen 50 und 55 Milliarden Kronen liegen. Am 3. Februar 2026 schloss Ørsted den Verkauf seines europäischen Onshore-Geschäfts an Copenhagen Infrastructure Partners für 1,44 Milliarden Euro ab. Damit ist das Desinvestitionsprogramm mit Gesamterlösen von rund 46 Milliarden Kronen abgeschlossen.
Aktie deutlich im Plus
Die Ørsted-Aktie an der Kopenhagener Börse hat seit Jahresbeginn bis zum 26. Februar 2026 etwa 27 Prozent zugelegt und übertrifft damit den OMX Copenhagen 25 Index deutlich. Die Baufortschritte in den USA und die stabilen Finanzen scheinen bei Anlegern gut anzukommen.
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