Osram-Aktie fällt auf tiefsten Stand seit 2016.

Heute war wirklich ein schwarzer Tag für die Aktien des MDAX-Konzerns Osram. Denn die Papiere des Licht- und Hightech-Unternehmens sackten im heutigen Handel zeitweise um rund 12% in die Tiefe.

Osram-Aktie auf tiefsten Stand abgesackt

Das war der tiefste Stand seit März 2016 und es gingen die meisten Papiere seit fast zwei Monaten über die Ladentheke. Damals hatte der Beleuchtungs-Spezialist die Anleger mit einer Gewinnwarnung geschockt und musste die Konsequenzen tragen. Trotz der Zuversicht der meisten Experten kamen die Aktien seither nicht wieder so richtig auf die Beine. Zuletzt kosteten die Papiere im Xetra-Handel 41,05 Euro, das war ein Minus von 11,80%.

Als möglicher Grund für diesen Einbruch wurde ein koreanischer Medienbericht genannt, nachdem der Smartphone-Hersteller Samsung bei seinen künftigen Modellen nicht mehr auf die Entsicherung per Iris-Scanner setzen wolle. Die Infrarot-LED für die Iris-Scanner werden von Osram Opto Semiconductors entwickelt. Stattdessen wollen die Koreaner in Zukunft wohl auf eine neue 3D-Gesichtserkennung setzen, die sie momentan entwickeln.

Doch Osram widersprach dieser Meldung. Denn nach Unternehmensangaben mache die Iris-Scan-Technologie im eigenen Haus insgesamt nur weniger als 1% des Gesamtumsatzes aus. Außerdem habe man sich ebenfalls auf einen möglichen Technologiewechsel hin zur Gesichtserkennung eingestellt. Denn mit Vixar aus den USA habe man bereits einen Spezialisten für Sicherheitsanwendungen erworben.

Schwacher Automarkt kursbelastend

Laut Experten könnten sich ebenfalls der schwache Automarkt und die drohenden Strafzölle negativ auf die Geschäftsentwicklung von Osram auswirken. Denn alle Hersteller und Zulieferer, unter denen Osram mit seiner Lichttechnik ebenfalls einen festen Platz einnimmt, haben unter den Drohungen aus den USA zu leiden.

Was im Endeffekt an der Meldung dran ist und wie sich die Osram-Aktie in den nächsten Wochen entwickeln wird, wird sich noch zeigen. Insgesamt hatten die Osram-Aktionäre bisher kein leichtes Jahr und müssen wohl noch mit einiges an Geduld aufbringen.

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