Osram-Aktie legt zu: Was bringt 2017?

Die ehemalige Siemens-Tochter Osram hat in den letzten Monaten ein ziemliches Auf und Ab hinter sich. Vor allem eine mögliche Übernahme durch chinesische Investoren ist der Grund dafür. Wie es damit weitergeht, ist derzeit noch völlig unklar. Die Aktie des MDAX-Konzerns ist heute trotzdem deutlich im Plus – denn auch abseits der Übernahme-Phantasien laufen die Geschäfte des Lichttechnik-Unternehmens ordentlich.

© Osram
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Mit dem Ende September ausgelaufenen Geschäftsjahr 2016 zeigte sich der Vorstand der Osram Licht AG zufrieden. Der Umsatz konnte um knapp sechs Prozent auf rund 3,78 Milliarden Euro gesteigert werden. Auch das Konzern-Gesamtergebnis kletterte deutlich von 191 auf 332 Millionen Euro.

Die guten Zahlen honorierten auch die Anleger. Im Vormittags-Handel zählte das Papier des Münchener Unternehmens zu den eindeutigen Gewinnern. Der MDAX-Titel kletterte zwischenzeitlich um mehr als zwei Prozent.

Übernahme bleibt großes Thema bei Osram

Das Tagesgeschäft und auch die Zahlen zum beendeten Geschäftsjahr können jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass derzeit vor allem eine mögliche Übernahme im Fokus des Interesses steht. Von chinesischen Investoren gab es wohl schon konkrete Anfragen, aber nach Bedenken aus der Politik hat sich auch die eigene Belegschaft eindeutig gegen einen solchen Deal positioniert.

Fraglich ist in diesem Zusammenhang weiterhin wie sich Siemens verhalten wird. Der Konzern hält noch 17,5 Prozent an seiner ehemaligen Tochter. Einen guten Preis vorausgesetzt würde Siemens seine Anteile wohl nicht ungern verkaufen.

Aktie mit Schwankungen

In den letzten Monaten reagierte die Osram-Aktie recht stark auf die Übernahme-Gerüchte. Zunächst ging es Anfang Oktober beflügelt durch Gerüchte hinauf auf ein neues Allzeithoch bei rund 60 Euro. Im November ist das Papier jedoch wieder deutlich unter die 50-Euro-Marke gerutscht.

Ein erneutes Aufkeimen der Übernahme-Phantasien dürfte dem Titel wieder Auftrieb geben. Derzeit sträubt sich jedoch vor allem die Belegschaft gegen einen Deal mit chinesischen Investoren. Und auch die Politik könnte dem Unternehmen noch Steine in den Weg legen. Für Osram und Hauptaktionär Siemens ist eine Übernahme also noch längst keine ausgemachte Sache.

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