Ottakringer: Neuer Brauereichef übernimmt
Ottakringer verzeichnet starken Gewinnsprung durch alkoholfreie Getränke. Neuer CEO Florian Hochebner soll die operative Effizienz im stagnierenden Markt steigern.

- Neuer CEO Florian Hochebner folgt auf Markus Raunig
- Jahresüberschuss verdoppelt sich auf 7,5 Millionen Euro
- Alkoholfreie Sparte wächst, Bierabsatz geht zurück
- Fokus auf operative Effizienz nach Börsenrückzug
Florian Hochebner hat seit März das Sagen in der Ottakringer Brauerei. Der Führungswechsel markiert eine Phase, in der sich der österreichische Getränkekonzern immer stärker auf sein zweites Standbein – die alkoholfreien Getränke – verlassen muss. Hochebner folgt auf Markus Raunig, der sich künftig auf strategische Aufgaben innerhalb der Holding konzentriert.
Wachstumstreiber alkoholfreie Getränke
Der Blick in die Bilanz zeigt eine klare Tendenz: Das klassische Biergeschäft verzeichnete zuletzt rückläufige Absatzzahlen. Reichen die Zuwächse bei Mineralwasser und Limonaden aus, um die Flaute am Biermarkt langfristig abzufedern? Die jüngsten Zahlen sprechen dafür. Der Jahresüberschuss kletterte zuletzt auf 7,5 Millionen Euro – eine Verdopplung gegenüber dem Vorjahr.
Verantwortlich für diesen Sprung war vor allem das Segment der alkoholfreien Getränke. Während der Bierabsatz stockte, legte die Sparte um die Marke Vöslauer um 3,1 Prozent zu. Sinkende Rohstoffpreise stützten die Marge zusätzlich, während steigende Personalkosten die Gewinnentwicklung leicht bremsten.
Die wichtigsten Kennzahlen des abgelaufenen Geschäftsjahres im Überblick:
* Umsatz: ca. 287 Millionen Euro
* Jahresüberschuss: 7,5 Millionen Euro
* Absatzplus Alkoholfrei: 3,1 Prozent
* Squeeze-out-Abfindung: 85 Euro je Stammaktie
Fokus auf operative Effizienz
Seit dem Rückzug von der Wiener Börse Anfang 2024 agiert Ottakringer ohne den Druck der täglichen Kursfeststellung. Damals wurden Minderheitsaktionäre mit Barabfindungen abgefunden, da der geringe Streubesitz den regulatorischen Aufwand nicht mehr rechtfertigte. Diese Unabhängigkeit nutzt das Management nun, um die operative Effizienz in einem stagnierenden Gesamtmarkt zu steigern.
Besonders die Einführung des Einwegpfandes stellt die Branche aktuell vor logistische Herausforderungen. Die Auswirkungen auf das Konsumverhalten sind noch nicht vollständig absehbar. Hochebners Aufgabe wird es sein, die Brauerei durch dieses unsichere Fahrwasser zu steuern. Die breite Aufstellung zwischen Bier, Mineralwasser und dem Getränkegroßhandel Del Fabro & Kolarik dient dabei als stabiles Fundament für die kommenden Jahre.
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