Oxford Square Capital Aktie: 30,7 Millionen Verlust belasten
Oxford Square Capital lockt mit über 31 Prozent Dividendenrendite, doch schmelzender Nettoinventarwert und Kursverluste von 40 Prozent signalisieren hohe Risiken.

- Dividendenrendite von über 31 Prozent
- Nettoinventarwert sinkt drastisch
- Aktienkurs fällt um 40 Prozent
- Hohes Ausfallrisiko bei Anleihen
Die Aktie von Oxford Square Capital lockt mit einer Dividendenrendite von über 31 Prozent. Ein verlockendes Angebot. Die Kehrseite: Der Nettoinventarwert schmilzt dahin, und die Kursverluste sind heftig.
Am 16. Juni lief der Ex-Tag für die nächste monatliche Ausschüttung. Aktionäre im Bestand erhalten 0,035 Dollar je Aktie, ausgezahlt am 30. Juni. Der hohe Ausschüttungssatz ist kein neues Phänomen – Oxford Square Capital zahlt seit Monaten das gleiche Niveau.
Geschäft mit Risiko
Die Gesellschaft ist eine BDC, eine börsennotierte Beteiligungsgesellschaft. Sie investiert vor allem in Unternehmensanleihen und Collateralized Loan Obligations – strukturierte Produkte mit Kreditrisiko. Das Geschäftsmodell: hohe laufende Erträge, aber auch hohes Ausfallrisiko.
Die jüngsten Quartalszahlen zeigen jedoch eine klare Abkühlung. Der Nettoinventarwert je Aktie fiel von 1,69 Dollar auf 1,32 Dollar. 30,7 Millionen Dollar an realisierten Verlusten belasteten das Portfolio. Der Nettogewinn aus laufenden Geschäften sank auf 4,1 Millionen Dollar – 0,05 Dollar je Aktie.
Kein Wunder, dass der Aktienkurs leidet.
Kurs im freien Fall
Die Aktie notiert bei 1,15 Euro, rund 44 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 2,06 Euro. Auf Jahressicht beträgt das Minus 40 Prozent. Der 200-Tage-Durchschnitt liegt bei 1,53 Euro – der aktuelle Kurs unterschreitet diesen Wert um rund 25 Prozent.
Immerhin: Das 52-Wochen-Tief von 0,89 Euro aus dem Mai liegt 28 Prozent unter dem aktuellen Niveau. Eine temporäre Bodenbildung ist möglich. Der RSI von 38,6 signalisiert zudem leichte Überverkauftheit.
Die nächsten Monate werden zeigen, ob Oxford Square Capital seine hohe Ausschüttung halten kann. Der sinkende Nettoinventarwert spricht dagegen. Die Aktie bleibt ein spekulatives Dividendenpapier mit erheblichem Risiko.
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