Oxford Square Capital Aktie: CPI am 10. Juni entscheidend

Schlechter Wochenstart für Oxford Square Capital. Die anstehenden US-Inflationsdaten und die Fed-Sitzung rücken in den Fokus der Anleger.

Die Kernpunkte:
  • Freitagsverlust von über sieben Prozent
  • Jahresverlust von fast 45 Prozent
  • US-Inflationsdaten als Kurstreiber
  • Nettoinventarwert fiel deutlich

Oxford Square Capital startet mit schwerem Gepäck in die neue Handelswoche. Ein Freitagsverlust von über sieben Prozent drückte den Kurs auf 1,10 Euro — und das ohne frische Unternehmensnachricht als Auslöser.

Kursbild bleibt angespannt

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Auf Jahressicht hat die Aktie fast 45 Prozent verloren, seit Jahresbeginn sind es rund 26 Prozent. Der 50-Tage-Durchschnitt liegt bei 1,45 Euro, der 200-Tage-Durchschnitt bei 1,56 Euro — beide weit über dem aktuellen Kurs. Der RSI von 30,2 signalisiert überverkaufte Bedingungen, ohne dass daraus automatisch eine Erholung folgt. Das 52-Wochen-Tief von 0,89 Euro bleibt die entscheidende Unterstützungsmarke nach unten.

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Inflation und Fed rücken in den Mittelpunkt

Der eigentliche Taktgeber dieser Woche kommt aus Washington. Am Mittwoch, 10. Juni, veröffentlicht das Bureau of Labor Statistics den US-Verbraucherpreisindex für Mai, einen Tag später folgt der Erzeugerpreisindex. Beide Daten sind für Oxford Square Capital besonders relevant: Das Unternehmen ist als Business Development Company mit Engagement in Leveraged Loans und CLO-Strukturen direkt von Kreditmarktbewegungen abhängig. Steigende Inflationsdaten würden den Druck auf Kreditspreads und Bewertungen erhöhen — fallende könnten die Risikobereitschaft für einkommensorientierte Finanzwerte stützen.

Das FOMC-Treffen der Federal Reserve folgt unmittelbar danach am 16. und 17. Juni, was den Inflationsdaten zusätzliches Gewicht verleiht.

Q1-Zahlen zeigen strukturellen Druck

Die zuletzt verfügbaren Unternehmensdaten stammen aus dem Quartalsbericht für das erste Quartal 2025. Der Nettoinventarwert je Aktie fiel von 1,69 Dollar Ende Dezember auf 1,32 Dollar Ende März. Das Nettoinvestitionseinkommen sank auf rund 4,1 Millionen Dollar — nach 5,4 Millionen im Vorquartal.

Besonders ins Auge sticht der operative Rückgang: Unter dem Strich verzeichnete das Unternehmen einen Nettovermögensverlust aus dem laufenden Betrieb von rund 25,5 Millionen Dollar, getrieben von realisierten Verlusten von etwa 30,7 Millionen Dollar. Die gewichtete Durchschnittsrendite der CLO-Eigenkapitalbeteiligungen fiel von 8,6 auf 7,3 Prozent.

Hinzu kommen Kreditausfälle im Portfolio. Schuldinvestitionen mit einem Marktwert von rund 3,5 Millionen Dollar sowie Vorzugskapitalbeteiligungen im Wert von etwa 5,2 Millionen Dollar befanden sich Ende März im Non-Accrual-Status — also ohne laufende Zinszahlungen.

Volatilität als Verstärker

Mit einer annualisierten 30-Tage-Volatilität von 68 Prozent reagiert die Aktie auf externe Impulse deutlich stärker als der Marktdurchschnitt. Die US-Inflationsdaten am Mittwoch und Donnerstag werden zeigen, ob sich das Kreditumfeld stabilisiert oder der Druck auf BDC-Titel wie Oxford Square Capital weiter zunimmt. Eine technische Erholung würde zunächst den 50-Tage-Durchschnitt bei 1,45 Euro als erste Hürde erfordern — aktuell noch 32 Prozent über dem Freitagsschlusskurs.

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